Regionalliga | Peter H. Eisenhuth | 17.03.26

Zwei schlechte Phasen

Überhastete Abschlüsse und mäßige Trefferquote: Die ASC-Basketballer unterliegen bei den stark besetzten Sunkings Saarlouis mit 78:92.
Noch zwei Spiele bleiben Fernando Barron und dem ASC, um den vorletzten Tabellenplatz wieder zu verlassen.
Noch zwei Spiele bleiben Fernando Barron und dem ASC, um den vorletzten Tabellenplatz wieder zu verlassen. | Archiv/Eßling

Saarlouis. Mit der nicht ganz so üppigen Besetzung wollte Alexander Heidbrink es nicht begründen, dass seine Mannschaft auch das zweite Aufeinandertreffen mit den Saarlouis Sunkings verlor. „Auf den Guard-Positionen hat uns vielleicht noch eine Alternative gefehlt“, sagte der Trainer des Basketball-Regionalligisten ASC Mainz nach der 78:92 (55:72, 38:50, 20:12)-Niederlage beim Tabellenfünften. „Aber wir hätten das Spiel trotzdem enger gestalten können.“

Einen Anhaltspunkt dafür bot das erste Viertel, das die Gäste mit 20:12 für sich entschieden. „Von außen haben wir okay getroffen, wir konnten den Ball aber auch nach innen bringen“, berichtete Heidbrink. „Vor allem aber haben wir gut verteidigt.“

Im zweiten Durchgang jedoch erlebte seine Mannschaft einen Einbruch. 32 Punkte binnen zehn Minuten zu kassieren, ist meilenweit von den eigenen Ansprüchen entfernt. Allerdings seien die weniger auf ein schlechtes Defensivverhalten zurückzuführen gewesen als auf eine überhastete Offensive. Nico Brauner habe versucht, Verantwortung zu übernehmen, bei seinen Würfen aber keinen guten Tag erwischt.

Zu schnell abgeschlossen

„Wir hatten zwei Phasen im Spiel, eine im zweiten und eine im vierten Viertel, in denen wir unsere Angriffe zu schnell abgeschlossen haben“, monierte der Trainer – und das ohne vernünftige Trefferquote. Dadurch mussten die Gastgeber unterm eigenen Korb nicht viel arbeiten, um in Ballbesitz und ihrerseits zu einfachen Punkten zu kommen. „Zu viele Offensivrebounds haben wir ihnen in diesen Minuten ebenfalls gestattet.“

Nicht vergessen dürfe man freilich die sehr starke Besetzung der Sunkings, unter anderem mit den Centern Jordan Camper und dem auch für den Kooperationspartner Gladiators Trier spielenden Yannis Steger, 2,04 und 2,05 Meter groß, die zusammen 27 Rebounds abgriffen. Zudem wirkte, anders als in der Hinrundenbegegnung, auch Ricky Easterling mit, der im letzten Viertel heißlief.

„Dagegen haben wir an sich nicht schlecht gespielt“, sagte Heidbrink, „aber im Ergebnis hätte sich das nur mit weniger frühen Abschlüssen und einer besseren Trefferquote niedergeschlagen.“

Fünf Teams mit 16 Punkten

Durch die Niederlage fiel der ASC wieder auf den vorletzten Tabellenplatz zurück, der angesichts der Konstellationen in den oberen Ligen zum Klassenverbleib ausreichen wird. „Trotzdem wollen wir da noch weg, und das haben wir in der eigenen Hand“, betont der Trainer. Regeln lasse sich das am Samstag, wenn am vorletzten Spieltag der SV Möhringen ins Theresianum kommt.

Beide Mannschaften gehören einem Quintett mit 16 Punkten an, und schon wegen der Duelle untereinander wird es noch zu Verschiebungen kommen. Um den Gegner – neben BBU und der TSG Söflingen das dritte Team aus Ulm – zu überholen, benötigen die Mainzer einen Sieg mit sieben Punkten Unterschied. Dann hätten sie nach dem 77:83 in der ersten Begegnung auch den direkten Vergleich zu ihren Gunsten entschieden.

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