Bundesliga | phe | 20.05.2017

Vom Pulk absetzen

Sechs Spiele in neun Tagen: Baseball-Bundesligist Mainz Athletics empfängt am Samstag (19 Uhr) und Sonntag (14 Uhr) die Stuttgart Reds. Danach stehen vier Partien gegen Schlusslicht Bad Homburg Hornets an.
Kevin Kotowski wird auch gegen die Stuttgart Reds als erster Mainzer zum Schläger greifen.
Kevin Kotowski wird auch gegen die Stuttgart Reds als erster Mainzer zum Schläger greifen. | Peter H. Eisenhuth

Mainz. Eine Erkenntnis gewannen die Baseballer der Mainz Athletics am vorigen Wochenende, auch wenn sie selbst spielfrei waren: Die Heidenheim Heideköpfe sind nicht unschlagbar. Der Tabellenführer der Bundesliga-Südgruppe unterlag nach einer zwölfteiligen Siegesserie im dreizehnten Saisonspiel bei den Haar Disciples mit 6:10.

Den A’s brachte dies allerdings nicht mehr ein, als noch mehr Enge im Verfolgerfeld. Der Deutsche Meister rangiert mit acht Siegen und vier Niederlagen auf dem zweiten Tabellenplatz, dahinter drängen sich die Disciples (8/5), die Mannheim Tornados (7/5), sowie die Regensburg Legionäre und die Stuttgart Reds (je 6/6). Diese fünf Mannschaften werden sich nach dem Stand der Dinge voraussichtlich bis zum Ende der Punktrunde um die drei Play-off-Plätze streiten, die hinter den Heideköpfen zu vergeben sind.

In Stuttgart gesplittet

Die Chance, sich ein wenig aus diesem Pulk abzusetzen, bietet sich den Athletics in den kommenden Tagen in geballter Form: An diesem Wochenende empfangen sie den Tabellensechsten aus Stuttgart zu den beiden Rückrundenbegegnungen, am Mittwoch und Donnerstag geht es ebenfalls zu Hause erstmals gegen die Bad Homburg Hornets, die gemeinsam mit den Saarlouis Hornets dem Feld hinterherfliegen und erst eine von zwölf Partien gewonnen haben. Gegen das Schlusslicht, bei dem am Sonntag nächster Woche ein Doubleheader ansteht, wären alles andere als vier Siege eine Überraschung und Enttäuschung zugleich, die Reds hingegen sind ein etwas anderes Kaliber.

„Sie haben uns einmal geschlagen, und das werden sie wiederholen wollen“, erinnert Max Boldt an die Hinrundenspiele. Das erste gewannen die A’s mit 11:1, das zweite verloren sie mit 1:4. An jenem Sonntag im April hatte der Mainzer Trainer nur zwei Pitcher aus seinem dezimierten Bullpen eingesetzt, Tim Stahlmann und Neuzugang Riley Barr. Inzwischen hat sich die Situation auf dem Mound entspannt, unter anderem, weil Lennard Stöcklin sich nach jahrelanger Werferpause beachtlich zurückmeldete. Und auch sein Bruder, Nationalpitcher Jan-Niclas Stöcklin steht nach auskurierter Verletzung vor seinem Comeback.

Stöcklin-Comeback zeichnet sich ab

„Im Training hat er schon wieder ein paar Bälle geworfen, aber er braucht noch etwas Zeit“, sagt Boldt, der seinen Starter der vergangenen Jahre in den kommenden Partien über Kurzeinsätze Spielpraxis verschaffen will. Ob das schon gegen die Stuttgart Reds passieren wird, lässt der Coach offen. Spätestens in der Woche nach Pfingsten aber sollte Janni Stöcklin fit genug sein – dann wird in Regensburg der Europapokal ausgespielt.

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