Landesliga | Guido Steinacker | 09.05.16

Nicht nur der Gast hatte seine Personalprobleme

Abgesehen von einer längeren Phase in der zweiten Halbzeit setzte sich Landesligist VfB Bodenheim regelmäßig vor dem Tor des VfR Frankenthal durch und kam so zu einem 8:0 (5:0)-Erfolg.
Der Kapitän brach früh den Bann: Während die Mehrzahl der Gegner des VfR Frankenthal erst nach dem Seitenwechsel zum Toreschießen kommt, schaffte dies Alan Ates bereite in der 10. Minute.
Der Kapitän brach früh den Bann: Während die Mehrzahl der Gegner des VfR Frankenthal erst nach dem Seitenwechsel zum Toreschießen kommt, schaffte dies Alan Ates bereite in der 10. Minute. | Bernd Eßling

Bodenheim. Dass das bedauernswerte Tabellenschlusslicht VfR Frankenthal sich um jeden Spieler bemühen muss, um zu den Spielen der Landesliga überhaupt noch antreten zu können, ist seit dem Rundenbeginn bekannt – am vorigen Wochenende ging es das erste Mal nicht mehr. Beim VfB Bodenheim traten die Frankenthaler nun wieder an und waren erwartungsgemäß komplett chancenlos. Doch der VfB hatte beim 8:0 (5:0) selbst genügend mit seiner personellen Situation zu kämpfen.

Malte Schmidt musste kurzfristig wegen Fieber absagen. Obwohl die etwas angeschlagenen Wackelkandidaten Norman Loos und Kevin Handrick auflaufen konnten, musste Trainer Ludwig Anspach kurzfristig Simon Riebel reaktivieren und aus der Zweiten Mannschaft Lukas Klein und Marius Porsch hochziehen, um überhaupt so etwas wie eine Bankbesetzung aufbieten zu können. Für Dennis Steinbrecher, der pausieren sollte, stand Dominik Lang in der Innenverteidigung.

Keine Probleme sich durchzusetzen

Die Mehrzahl der Mannschaften tut sich in der ersten Halbzeit gegen die Frankenthaler schwer, die mit viel Engagement verteidigen, solange die Kraft ohne Auswechselmöglichkeit reicht. Die Bodenheimer hatten keine Probleme, sich ziemlich genau im Zehn-Minuten-Takt bis zur Pause zum 5:0-Zwischenstand durchzuspielen. Kapitän Alan Ates eröffnete die Torserie in der 10. Minute, es erhöhten Philip Krichten (19.), Antonio Serratore (31.) und Norman Loos regelmäßig, ehe Loos in der Nachspielzeit noch einen außerhalb der Reihe draufsetzte.

Nach dem Seitenwechsel ging es keineswegs so munter weiter. Die Frankenthaler mussten angesichts des Halbzeitstandes Schlimmstes befürchten, aber der VfB zeigte sich nach Wiederbeginn lange gnädig. „da haben wir einfach viel zu umständlich gespielt“, berichtete Anspach. Erst als er Riebel ins Rennen warf, brach der Bann, zwei Minuten später stand es endlich 6:0 (65.). Fünf Minuten später war auch Krichtens Doppelpack perfekt (7:0, 75.), den Schlusspunkt durfte Nelson Kari-Kari setzen, der einen Foulelfmeter verwandelte (79.).

„Das war auch in der Höhe sicher verdient“, sagt Anspach. „Aber ein großes Lob und Respekt gebührt der Frankenthaler Mannschaft, wie sie selbst nach dem 0:8 noch versucht hat, weiter Fußball zu spielen und immer fair geblieben ist.“ Und sie durften sich damit trösten, um zwei Tore billiger weggekommen zu sein als am Saisonanfang der VfL Neustadt, beim 10:0-Erfolg des VfB.

 

VfB Bodenheim: Dörr - Stabel, Krichten, Lang, Kari-Kari - Ates, Handrick (60. Klein) - Claude (71. Porsch), Serratore, Wein - Loos (63. Riebel).

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