2. Bundesliga Damen | Stefan Wasmer | 16.03.14

Ungewohnte Formation, gewohnte Dominanz

Regionalliga-Fußballerinnen des TSV Schott Mainz bleiben mit 2:0-Sieg in Dirmingen weiter klar auf Aufstiegskurs.

Dirmingen. Die Fußballerinnen des TSV Schott Mainz scheinen ihrer mehr als erfolgreichen Linie auch im Jahr 2014 treu zu bleiben und steuern weiter dem Aufstieg in die Zweite Liga entgegen. Mit 2:0 (2:0) gewann die Werkself ihr erstes Punktspiel des Jahres beim SV Dirmingen und feierte in der Regionalliga Südwest den 13. Sieg im 13. Match. „Die erste Partie nach der Winterpause ist immer schwierig“, sagte Trainer Mischa Lautenschläger. „Deswegen war dieser gelungene Start sehr wichtig.“

Das Endergebnis stellten die Mainzerinnen schon vor dem Seitenwechsel her. Nadine Bechtel köpfte nach einer Flanke von Stefanie Wagner das 1:0 (20.). Und Madita Spee legte in der 40. Minute mit einem Freistoß über die Mauer das 2:0 nach.

Schmitt verschießt Foulelfmeter

Mehr Treffer gelangen dem TSV Schott diesmal nicht. Allerdings lag einer dieser für die Schott-Frauen typischen Kantersiege durchaus im Bereich des Möglichen. Insbesondere Nadine Anstatt und Annika Leber hätten den Erfolg der Gäste noch deutlicher gestalten können. Zudem vergab Mittelfeldspielerin Sarah Schmitt zehn Minuten vor dem Ende den nach einem Foul an Leber fälligen Elfmeter.

Gegen die Saarländerinnen wurde Torjägerin Anstatt übrigens im Mittelfeld einer 4-1-4-1-Formation aufgeboten. Mit diesem für die Mainzerinnen recht ungewohnten Spielsystem reagierte Lautenschläger auf die derzeit angespannte Personalsituation. Neben der langzeitverletzten Innenverteidigerin Teodora Dragoescu fehlten dem Coach auch Birte Richter, Fiona Röhrig (beide grippegeschwächt) und Deniz Özer. Die Kapitänin wird nach einer Sprunggelenk-OP noch zwei bis drei Wochen ausfallen. „Wir haben im 4-1-4-1 sicherlich noch Luft nach oben“, meinte Lautenschläger und wies auf die zähe Anfangsphase seines Teams hin. „Insgesamt war das aber schon zufriedenstellend.“

Nix los vor Bauers Kasten

Ob diese taktische Ausrichtung auch defensive Stabilität garantieren kann, lässt sich anhand des Spiels beim SVD freilich schwer beurteilen. Die alles andere als offensiv eingestellten Gastgeberinnen überzeugten über die komplette Spielzeit kämpferisch, tauchten bis auf einen einzigen Eckball aber nicht vor dem Gehäuse von Schott-Torhüterin Denise Bauer auf. Auch diese Art der Dominanz ist nicht unbedingt neu für den souveränen Tabellenführer.

TSV Schott Mainz: Bauer – Gilles (75. Rissel), Weyershäuser, Spee, Loy – Schmitt – Wagner, Häfner, Anstatt (85. Lamotte), Bechtel – Leber.

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