Bundesliga | Peter H. Eisenhuth | 28.07.26 Arbeiten an Fundament und Spritzigkeit NEUES AUS DEM BRIXENTAL (2) | Urs Fischer legt den Schwerpunkt des Trainings auf eine Mischung aus Basics und Tempo. Die WM-Fahrer sollen langsam integriert werden, Benedict Hollerbach steht immerhin schon wieder auf dem Platz. Urs Fischer will die Belastung hoch halten. Dennoch erließ der 05-Trainer... | Peter H. Eisenhuth ...seinen Spielen am Dienstag den letzten der geplanten sechs Läufe. | Peter H. Eisenhuth Aus dem Trainingslager des FSV Mainz 05 berichten Peter H. Eisenhuth und Oliver Nieder. Wörgl. Urs Fischer kann nicht klagen. Nicht über die äußeren Bedingungen: „Was soll ich sagen? Schönes Wetter, warm. Ich glaube, voriges Jahr hat es nur geregnet.“ Nicht über den Rasen: „Der Platz ist wirklich in einem sehr guten Zustand.“ Nicht über seine Spieler: „Die Jungs haben gut trainiert.“ So gut, dass der Trainer ihnen den letzten der geplanten sechs Läufe zwischen und nach den Spielen auf Kleinfeldern erließ. Alles paletti also nach der ersten Übungseinheit des FSV Mainz 05 während des Trainingslagers im Brixental. Auch die ersten WM-Rückkehrer standen auf dem Platz, allerdings absolvierten Nadiem Amiri, Kaishu Sano und Jae-sung Lee noch ein Programm abseits der Kollegen. „Ein bisschen was können sie mitmachen, aber ein richtiges Training mit der Mannschaft ergäbe noch keinen Sinn“, sagt Fischer. „Die anderen haben schon vier Wochen in den Beinen, da gilt es die Rückkehrer behutsam ranzuführen.“ Ziel sei es jedoch, das Trio in einem der beiden Testspiele eine Halbzeit einzusetzen. Beim Aufwärmen integrieren Für Benedikt Hollerbach gilt das selbstverständlich noch nicht, immerhin aber bewegt sich der Stürmer ein halbes Jahr nach seinem Achillessehnenriss wieder im Kreis der Mitspieler. „Wenn er Dinge beim Aufwärmen mitmachen kann, versuchen wir ihn zu integrieren“, sagt der Trainer. „Das macht uns und ihm mehr Spaß.“ Gleichwohl befinde Hollerbach sich noch im Aufbau, am Dienstag zum Beispiel machte er Passübungen mit den Nationalspielern aus Deutschland, Japan und Südkorea. „Er wird noch ein bisschen Zeit brauchen, aber wie lange das dauern wird, dazu will ich mich nicht äußern“, beschied Fischer die Fragestellerin. In einem anderen Fall – es handelte sich um Robin Zentner – habe er in der vorigen Rückrunde mit einer entsprechenden Einschätzung ziemlich danebengelegen. „Deshalb werde ich keine Prognose mehr abgeben. Aber ich glaube, es sieht gut aus.“ „Du musst laufen, kannst dich erholen und musst wieder laufen" Schwerpunkt der ersten Einheiten in Tirol bildet eine Mischung aus Arbeiten „am Fundament“, wie Fischer formuliert, „und an der Schnelligkeit, wir wollen spritziger werden“. Dazu gehören die Läufe während der Kleinfeldspielpausen über rund 50 Meter („Die einen müssen eine etwas längere Strecke laufen, die anderen eine etwas kürzere“), die in zehn Sekunden zurückzulegen sind. Danach folgen 20 Sekunden Erholung – bis zum nächsten Lauf. „Fußball ist ja intermittierend“, verwies der Schweizer auf die mit Unterbrechungen sich wiederholenden Belastungen während eines Spiels. „Du musst laufen, kannst dich erholen und musst wieder laufen. Das gehört immer noch zum Fundament, aber ein bisschen intensiver, spritziger.“ Von den hohen Anforderungen in Sachen Belastung werde er sich in den nächsten Tagen nicht abbringen lassen, versicherte Fischer. Am Dienstagnachmittag ging’s in den Kraftraum, am Mittwoch- und Donnerstagvormittag steht Platztraining auf dem Plan, die zweite Tageshälfte dient mal zur aktiven Regeneration und ist mal: frei. Was die Spieler mit diesem Nachmittag anfangen, sei ihnen überlassen. „Darüber muss der Chef nicht Bescheid wissen.“ Anzeige Wieder dabei: WM-Rückkehrer Nadiem Amiri (l.) und der langzeitverletzte Benedict Hollerbach... | Peter H. Eisenhuth ...der sich langsam wieder ans alte Niveau heranarbeiten muss. | Peter H. Eisenhuth Anzeige Alle Artikel von Fußball (Bundesliga)