Pokalwettbewerbe | Peter H. Eisenhuth | 25.10.17

Katastrophale Leistung: Taktik voll aufgegangen

Schlecht gespielt, aber gewonnen: TSV Schott Mainz muss auch beim Landesligisten FSV Offenbach in die Verlängerung, steht aber nach 5:2-Sieg im Viertelfinale.
Brachte den Sieg mit einem Doppelschlag unter Dach und Fach: Arif Güclü (l.).
Brachte den Sieg mit einem Doppelschlag unter Dach und Fach: Arif Güclü (l.). | Archiv/Willwacher

Offenbach. 54 Minuten lang sah es danach aus, als sollte Sascha Meeth an seinem 43. Geburtstag frühestmöglich nach Hause kommen. So viel Vergnügen aber war dem Trainer des Regionalligisten TSV Schott Mainz letztlich doch nicht vergönnt: Im Verbandspokalspiel beim FSV Offenbach gab seine Mannschaft eine 2:0-Führung aus der Hand und musste in die Verlängerung, ehe sie sich mit 5:2 durchsetzte.

„Unsere Taktik ist voll aufgegangen“, kommentierte der Coach den Abend in der Pfalz schwarzhumorig. „Anders als in der Liga hatten wir uns vorgenommen, mal katastrophal zu spielen, aber dafür zu gewinnen. Das hat geklappt.“

Mantel des Schweigens

Anhand des Spielverlaufs könne sich jeder selbst zusammenreimen, wie überschaubar die Leistung beim drei Klassen tiefer angesiedelten Gegner war. „Wir führen nach etwas mehr als einer Viertelstunde mit 2:0, lassen aber noch einen Ausgleich zu“, sagte Meeth. „Da decken wir über die Art und Weise unseres Spiels besser den Mantel des Schweigens. Das war nix. Erst in der Verlängerung haben wir es ganz vernünftig gemacht.“

Khaled Abou Daya und Arif Güclü sicherten dem Favoriten das Weiterkommen. Torwart Denis Ademovic, den Meeth anstelle von Stammkeeper Niklas Reichel aufbot, sei weitgehend beschäftigungs- und bei den Gegentreffern machtlos gewesen.

Bei aller Bescheidenheit des Auftritts sei eines allerdings klar: „Wir sind eine Runde weiter und stehen im Viertelfinale. Das kann nicht jeder von sich behaupten.“

 

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