2. Bundesliga Damen | Stefan Wasmer | 23.03.14 Tabellenführer im Torrausch Der Gegner versuchte alles und musste sich dennoch deutlich geschlagen geben: Die Regionalliga-Fußballerinnen des TSV Schott Mainz sind einfach eine Klasse für sich, was nun auch die Reserve des 1. FC Saarbrücken zu spüren bekam. Mainz. Sie sind auch von starken Kontrahenten nicht aufzuhalten: Gegen einen gut aufgelegten 1. FC Saarbrücken II gewannen die Fußballerinnen des TSV Schott Mainz am Ende deutlich mit 6:1 (3:1) und bleiben in der Regionalliga Südwest ohne Punktverlust. „Beide Mannschaften haben eine gute Leistung geboten“, resümierte Schott-Trainer Mischa Lautenschläger. „Unter dem Strich ist unser Heimsieg aber auch in dieser Höhe verdient.“Offensiver GegnerDie Saarländerinnen, die sich mit einigen Akteurinnen aus ihrem Zweitliga-Team verstärkt hatten, waren mit einer offensiven Ausrichtung in die Partie gegangen und beschäftigten die Defensive der Werkself häufiger, als es dem Großteil der Südweststaffel bislang möglich war. In echte Gefahr geriet der TSV Schott allerdings auch diesmal nur selten. Dementsprechend fiel der erste Treffer auf der anderen Seite. Nach einem Angriff über den rechten Flügel schob Chiara Loos zum 1:0 für die Mainzerinnen ein (10.).Kleine Krise am ElfmeterpunktTurbulent wurde die Begegnung in den letzten zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff. In der 35. Minute wurde Schott-Angreiferin Annika Leber im Strafraum gefoult, und Schiedsrichter Jonas Schöne gab einen Elfmeter, den Madita Spee allerdings vergab. Schon am vergangenen Wochenende hatte der Tabellenführer in Person von Sarah Schmitt einen Strafstoß ungenutzt gelassen. Aller guten Dinge sind aber bekanntermaßen drei: Die in die Mannschaft zurückgekehrte Fiona Röhrig erzielte fünf Minuten später das 2:0 vom Punkt. Zuvor war Mittelfeldspielerin Lena Häfner gefoult worden. 120 Sekunden nach dem Lösen der Elfmeterkrise verarbeitete Schmitt eine Flanke zu einer Kopfballablage für Leber, die das 3:0 markierte. Eine Minute vor der Pause verkürzten die Gäste aus dem Saarland jedoch mit einem Konter auf 1:3, und eine spannende zweite Halbzeit schien kurzzeitig wieder möglich.Marschroute perfekt umgesetzt„Wir wollten nach dem Seitenwechsel unbedingt weitere Tore nachlegen, um für klare Verhältnisse zu sorgen“, erläuterte Lautenschläger die Marschroute für die zweiten 45 Minuten. Diese setzten seine Spielerinnen perfekt um. Birte Richter machte das 4:1 (55.), und nach einer Stunde verwertete Leber eine starke Vorarbeit von Loos zum 5:1. „Generell haben wir unsere Treffer sehr schön herausgespielt“, lobte Lautenschläger. Torjägerin Nadine Anstatt, die als Opfer der Rotation zunächst auf der Bank Platz genommen hatte, sorgte für den 6:1-Schlusspunkt (80.) und große Zufriedenheit beim Tabellenführer. Alle Artikel von Fußball (Amateure)