Dritte Bundesliga | Gert Adolphi | 22.10.15

Im Hexenkessel nicht beeindrucken lassen

Beim noch sieglosen Post SV Mühlhausen II muss Tischtennis-Drittligist FSV Mainz 05 nach der jüngsten Heimniederlage eine weitere Enttäuschung vermeiden. Der Gegner dürfte allerdings ähnlich stark sein wie zuletzt der TTC Wohlbach.

Mainz. Die Tischtennisspieler des FSV Mainz 05 wollen in Thüringen Wiedergutmachung für ihre 4:6-Heimniederlage gegen den TTC Wohlbach betreiben. „Bis auf Felipe Olivares können wir alle besser spielen“, sagt 05-Spielführer Dennis Müller vor der Drittliga-Partie am Samstag, 17.30 Uhr, beim Post SV Mühlhausen II. „Wir waren alle enttäuscht und gehen jetzt mit einer gewissen Aggressivität in die Begegnung. Wir sind in einer Jetzt-erst-recht-Stimmung und richtig heiß.“

Der Post SV ist nach vier Partien noch sieglos, hat aber schon zweimal unentschieden gespielt – gegen Tabellenführer ASV Grünwettersbach II und gegen Schlusslicht DJK Sportbund Stuttgart. „Das ist eine sehr gefährliche Mannschaft“, sagt Müller. „Die Mühlhausener sind in etwa so stark wie Wohlbach, mit dem Unterschied, dass ihre Nummer eins ein sehr guter Spieler ist.“ Besagter Michal Bardon hat von bislang acht Einzeln sechs gewonnen und weist als einziger Akteur des Post SV eine positive Bilanz auf. Unangenehm ist auch die Spielweise von Erik Schreyer, der Nummer zwei. Es wird für die 05er also darauf ankommen, im hinteren Paarkreuz möglichst erfolgreich abzuschneiden.

Normalerweise hat das Heimrecht im Tischtennis nur eine untergeordnete Bedeutung. „In Mühlhausen macht das aber schon einen Unterschied aus“, sagt der Mainzer Spielführer. „Der Post SV hat viele fanatische Fans. Das ist ein Hexenkessel.“ Bei ihren Ansprüchen dürfen sich die 05er davon nicht beeindrucken lassen. Alles andere als ein Sieg wäre eine weitere Enttäuschung.

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