Dritte Bundesliga | Gert Adolphi | 11.04.16

Brillant aufgespielt

Beim 6:0-Erfolg des Tischtennis-Drittligisten FSV Mainz 05 gegen die DJK Sportbund Stuttgart begeistert vor allem Jörg Schlichter.
Bot eine überragende Vorstellung: Jörg Schlichter.
Bot eine überragende Vorstellung: Jörg Schlichter. | Archiv/Willwacher

Bingen. Die Tischtennisspieler des FSV Mainz 05 steuern auf den zweiten Platz zwei im Endklassement der Dritten Bundesliga zu. Nach dem 6:0-Heimerfolg über die DJK Sportbund Stuttgart brauchen die 05er zum Saisonabschluss am Sonntag in Neckarsulm noch einen Sieg, gleichzeitig muss der als Meister feststehende TTC Grenzau II beim ASV Grünwettersbach II gewinnen. „Wir müssen unsere Pflicht erfüllen, Grenzau ebenso“, sagte der Mainzer Spielführer Dennis Müller. „Dann sind wir Zweiter und haben eine sehr gute Saison gespielt.“

Der Erfolg im Ausweichquartier in Bingen wurde durch den Ausfall der Stuttgarter Nummer zwei, Dennis Wiese, begünstigt. „Unter diesen Umständen musste das Spiel eigentlich so hoch ausgehen“, sagte Müller, auch wenn da noch Mu Hao war, dem der 05-Kapitän durchaus Siege zugetraut. Doch Jörg Schlichter setzte sich gegen den Spitzenspieler der Gäste nach verlorenem erstem Satz deutlich durch. „Das war Jörgs stärkstes Spiel“, schwärmte Müller. „Das war das einzige Einzel, das hätte weggehen können, aber Jörg hat brillantes Tischtennis geboten.“ Beim 11:1 im zweiten Durchgang schenkte Schlichter seinem Gegner beim Stand von 9:0 einen Punkt, um ihn nicht zu demütigen. Den dritten Durchgang gewann die Nummer zwei der Mainzer nach 7:0- und 10:1-Führung 11:3, den vierten mit 11:5.

Doppel war nicht einfach

Zuvor hatten sich Müller und Felipe Olivares schon im Doppel gegen Mu Hao und Daniel Hartmann durchgesetzt; die Sätze drei und vier gewann das 05-Duo in der Verlängerung 15:13 und 12:10. „Das Doppel war nicht so einfach“, räumte der Spielführer ein. „Mu Hao ist ein sehr guter Doppelspieler.“ Für Olivares, der danach sein Einzel in drei klaren Sätzen gewann, war der Erfolg auch wichtig für die Psyche, nachdem er vor Wochenfrist knapp die Olympia-Qualifikation verpasst hatte. „Felipe war noch etwas down“, berichtete Müller. „Aber jetzt hat er den Fokus wieder auf die nächsten Aufgaben gerichtet.“

Li Bing brachte am Ende noch etwas Spannung in die einseitige Partie. Nach 2:0-Satzführung gegen Daniel Hartmann musste er den Ausgleich hinnehmen, setzte sich aber im entscheidenden Durchgang 11:7 durch. „Das war auch eine Sache des Selbstbewusstseins“, sagte sein Kapitän. „Er war schon etwas geknickt nach seinen beiden Niederlagen in Grenzau in der Vorwoche. Jetzt hat er es sich wieder zurückgeholt. Der Sieg war sehr wichtig für seinen Kopf.“

 

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