Peter H. Eisenhuth | 30.06.2017

Sport in Kürze

Ein Tennis-Spitzenspiel, das man nicht so nennen darf. Ein Baseball-Finale, das keines mehr ist. Ein Saisoneröffnungsfest beim Regionalligaaufsteiger. Und viel Leichtathletik.
Joel Simon (USC Mainz) startet bei den Deutschen Blockmehrkampfmeisterschaften in Lage.
Joel Simon (USC Mainz) startet bei den Deutschen Blockmehrkampfmeisterschaften in Lage. | Peter H. Eisenhuth

Mainz. Tennis, Baseball, Fußball, Leichtathletik: Was das Wochenende so beinhaltet. Ein Überblick:

 

TENNIS. Von einem Spitzenspiel möchte Jörg Daum nichts hören. Zwar treffen in der Regionalliga am Samstag die beiden einzigen ungeschlagenen Mannschaften, der TSV Schott Mainz und der TVH Rüsselsheim aufeinander (Beginn: 11 Uhr). „Aber nach zwei Spieltagen hat das nichts zu sagen – und wir werden am Saisonende ganz sicher nicht mehr ganz oben stehen.“ Und gegen die Hessen sieht der Schott-Trainer sein Team nicht in der Favoritenrolle.

„Mehr als ein 3:3 wird aus den Einzeln nicht herauszuholen sein“, sagt er. An den Positionen eins („Da haben die Rüsselsheimer den wahrscheinlich besten Mann der Liga“), drei und sechs gehe die Tendenz hin zu einem Sieg der Gäste. Andererseits: In den vergangen drei Jahren stand es gegen Rüsselsheimer vor den Doppeln immer 3:3, und am Ende lagen die Mainzer mit 5:4 vorne. „Und dass wir Doppel spielen können, haben wir ja am vorigen Wochenende gezeigt“ – die Bilanz nach insgesamt sechs Matches ist makellos.

Die Aufgabe am Sonntag wird ungleich einfacher: Gegen den schwach besetzten Tabellenletzten STG Geroksruhe sei es schwierig, nicht zu gewinnen.

 

FUSSBALL. Mit einem Testspiel gegen den baden-württembergischen Oberligisten SV Sandhausen II verknüpft der TSV Schott Mainz am Samstag die offizielle Saisoneröffnung. Der Anstoß auf dem Kunstrasenplatz an der Erzbergerstraße erfolgt um 14.30 Uhr. Im Anschluss an die Partie wird der Regionalligaaufsteiger seine Spieler, vor allem die Neuzugänge, und das Trainerteam vorstellen.

 

LEICHTATHLETIK I. Fünf Mainzer Athleten treten bei der Internationalen Junioren-Gala in Mannheim an, dem abschließenden Qualifikationswettkampf für die U-20-Europameisterschaften, die Mitte Juli in Grosseto (Italien) stattfinden. Während es für Jan Schmied (TSV Schott) vorrangig darum gehen wird, seine 800-Meter-Bestzeit von 1:53,85 Sekunden zu unterbieten, können sich drei der vier USC-Vertreter zumindest noch ein wenig Hoffnung auf ein EM-Ticket machen.

Lea Kahlert und Fabian Bürckel besitzen eine, wenn auch kleine Chance, als Ersatzläufer für die 4x400-Meter-Staffeln nominiert zu werden – wobei es Bürckels vorrangiges Ziel sein muss, die C-Kadernorm von 48,30 Sekunden zu erfüllen. Diese Norm hat Hochspringer Tomas Janda am vorigen Samstag in Saulheim mit 2,09 Metern nachgewiesen. Für die EM-Teilnahme fordert der Verband zwar 2,15 Meter, der Sportliche Leiter der USC, Harry Letzelter, hält es allerdings nicht für ausgeschlossen, dass Janda ebenfalls nach Italien darf, sollte er sich um weitere drei Zentimeter steigern und drittbester Deutscher sein. Friederike Kallenberg startet am Sonntag über 400 Meter Hürden.

 

LEICHTATHLETIK II. Mit größeren Aufgeboten sind die beiden Mainzer Vereine bei den Süddeutschen Meisterschaften der Aktiven und der U18 in Wetzlar vertreten. Medaillenchancen besitzen unter anderem die USCler Marie Harzer (200 Meter, Weitsprung), die U-18-Sprintstaffel, Stabhochspringer Ole Perske sowie die Langhürdler Lars Becker und Carl-Luis Schmitt.

 

LEICHTATHLETIK III. Für die Deutschen Blockmeisterschaften der Schüler haben sich zwei Nachwuchssportler des USC Mainz qualifiziert. Im westfälischen Lage startet Malin Janser (W14) im Blockwettkampf Wurf, der sich aus 100 Metern, 80 Meter Hürden, Weitsprung, Kugelstoßen und  Diskuswurf zusammensetzt. Die Mainzerin ist mit der 17. Vorleistung gemeldet, Trainer Christian Hurst hofft auf eine Steigerung des Qualifikationsergebnisses und eine leichte Verbesserung der Platzierung – der Abstand auf den zehnten Rang beträgt nach dem Meldeergebnis nur 32 Punkte. Joel Simon kämpft sich bei der M14 durch den Block Lauf – wobei der Name des Wettbewerbs angesichts der zu absolvierenden Disziplinen 100 Meter, 80 Hürden, Weitsprung, 2000 Meter und  Ballwurf leicht in die Irre führt.

 

BASEBALL. Zur wahrscheinlich letzten Neuauflage des Vorjahresfinales kommt es in der Südstaffel der Bundesliga, wenn die Mainz Athletics bei den Regensburg Legionären antreten (Freitag, 19 Uhr, und Samstag, 14 Uhr). Die Ausgangsvoraussetzungen könnten unterschiedlicher kaum sein: Dem amtierenden Meister fehlt aus den verbleibenden sechs Vorrundenspielen nur ein Sieg, um sich für die neu eingeführte Interleague und damit auch für die Play-offs zu qualifizieren. Die Regensburger hingegen kämpfen schon jetzt um die letzte Chance, noch auf den vierten Tabellenplatz vorzurücken, der das Weiterkommen ermöglicht.

In dieser Saison trafen A’s und Legionäre schon dreimal aufeinander, alle drei Vergleiche endeten mit Mainzer Siegen. In der Bundesliga gewannen sie mit 6:4 und 7:2, im Europapokal der Landesmeister setzten sie sich in Regensburg im Spiel um den siebten Platz mit 4:3 durch, was zur Folge hatte, dass die Bayern den Deutschen Baseball- und Softballverband fürs nächste Jahr einen Startplatz kosteten.

Alle Artikel von Sonstige Sportarten