Peter H. Eisenhuth | 07.07.2017

Sport in Kürze

Drei Jugendstaffeln und eine Speerwerferin bei der Leichtathletik-DM. Zwei Tennis-Teams, die mehr oder weniger dringend gewinnen müssen. Und ein Baseball-Bundesligist, der seinen zweiten Platz festigen will.
Luise Pecht (v.), Lea Kahlert (h.) laufen mit der 4x400-Meter-Staffel des USC Mainz um eine DM-Medaille.
Luise Pecht (v.), Lea Kahlert (h.) laufen mit der 4x400-Meter-Staffel des USC Mainz um eine DM-Medaille. | Peter H. Eisenhuth

Mainz. Leichtathletik, Tennis, Baseball - was das Wochenende so beinhaltet. Ein Überblick:

 

LEICHTATHLETIK I. Auch wenn Julian Weber seine Saison verletzungsbedingt frühzeitig beenden musste, ist der USC Mainz am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften im Speerwurf vertreten. Desiree Schwarz strebt in Erfurt einen Platz unter den ersten Fünf an, den sie auch in der aktuellen Jahresbestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes innehat. Die vor der Saison nach Mainz gekommene Athletin steigerte sich am vorigen Wochenende bei den Süddeutschen Meisterschaften in Wetzlar auf 51,42 Meter. Im ersten Jahr nach dem Karriereende der Weltklassewerferinnen Christina Obergföll und Linda Stahl dürften Katharina Molitor und Christin Hussong den Titel unter sich ausmachen. Möglichst dicht hinter ihnen will sich Schwarz positionieren. Über 200 Meter hofft Marie Harzer auf gute äußere Bedingungen, um endlich unter 24 Sekunden zu bleiben. Sollte ihr das gelingen, kann sie sich sogar leichte Hoffnungen auf einen Finalplatz machen.

 

LEICHTATHLETIK II. Traditionell werden während der Deutschen Meisterschaften der Aktiven auch die Staffeltitel der U20 von 4x400 Metern an aufwärts ausgetragen. Auf dieser Strecke besitzt das weibliche Quartett des USC Mainz Medaillenchancen. In der Meldeliste werden Lea Kahlert, Luise Pecht, Clara Mohr und Friederike Kallenberg mit einer Zeit von 3:56,81 Minuten an fünfter Stelle geführt. Harry Letzelter, der Sportliche Leiter des Klubs, traut den Läuferinnen aber zu, in die Nähe jener Zeit zu kommen, in dem die Staffel die Silbermedaille bei der U-23-DM gewann. Mit zwei personellen Änderungen: In Leverkusen liefen Siebenkämpferin Kristin Tuxford und Marie Harzer anstelle von Kahlert und Mohr; die Zeit dort betrug 3:48,46 Minuten.

 

LEICHTATHLETIK III. Jan Schmied, Gabriel Repovs und Marc Schmied wollen bei in Erfurt sowohl am Samstag als auch am Sonntag über 3x1000 Meter antreten – „sie haben den Anspruch, das Finale der besten zehn Staffeln zu erreichen“, sagt Matthias Ströher der Leistungssportkoordinator des TSV Schott. „Und wenn ich mir ihre Leistungen und die Meldeliste anschaue, muss das auch das Ziel sein.“

Deutlich bescheidener muss die weibliche 4x400-Meter-Staffel ihr Ziel definieren. „Dass die Mädels die Quali geschafft haben, war schon eine Überraschung“, sagt Ströher. Ohnehin schon nur mit der vorletzten Meldezeit ins Rennen gehend, muss das Quartett auf seine drittbeste Läuferin verzichten: Katharina Sommerkorn hat sich beim Sportabitur das Schienbein gebrochen – das wird das Team vier bis fünf Sekunden kosten. Laufen sollen Chiara Bross, Lena Spindler Greta Haas sowie Kim Weber oder Lana McCaslin.

 

TENNIS I. Nach vier Spieltagen Tabellenzweiter mit sechs Punkten zu sein, sieht gut aus, bedeutet in einer aus acht Teams umfassenden Liga aber noch nicht, sich auf der sicheren Seite zu befinden. „Um 100-prozentig sicher zu sein, sollten wir nicht Drittletzter werden“, sagt Jörg Daum, der Trainer des Regionalligisten TSV Schott Mainz. „Dafür brauchen wir noch einen Sieg“ – nach Möglichkeit schon am Sonntag beim TC Bad Homburg (Beginn: 11 Uhr).

 

TENNIS II. In Bedrängnis geraten ist Oberligist TSC Mainz nach der jüngsten Niederlage in Ludwigshafen. „Wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr leisten“, warnt Joel Rizzi vor dem vorletzten Saisonspiel, zu dem der TC SW Landau am Sonntag an den Ebersheimer Weg kommt (Beginn: 10 Uhr). Die Landauer kassierten am vorigen Wochenende ihre erste Saisonniederlage, verzichteten gegen den TC Bad Ems aber auch auf ihre ausländischen Spitzenspieler. Sollten sie in derselben Besetzung in Mainz antreten, dürfte dem TSC der dritte Saisonsieg gelingen. Kommen die Landauer mit zwei Ausländern, wird es eine schwierige Aufgabe.

 

BASEBALL. Nach dem Split in Regensburg haben die Mainz Athletics die Teilnahme an der Interleague und den Play-offs sicher – ihr zweiter Platz in der Südstaffel der Bundesliga ist allerdings in Gefahr. Die Mannheim Tornados haben gleichgezogen, die Haar Disciples lauern mit nur einem Sieg weniger auf dem vierten Platz. Am Samstag bietet sich den A’s die Gelegenheit, sich wieder etwas Luft zu verschaffen. Bei den Saarlouis Royals wären alles andere als zwei Siege eine riesige Überraschung, die Mannheimer stehen bei Tabellenführer Heidenheim Heideköpfe vor der weitaus schwierigeren Aufgabe.

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