Oberliga | Guido Steinacker | 30.03.15

So wie in den ersten Wochen

Der Weg zurück in den Kreis der stärksten Teams der Handball-Oberliga der Männer erweist sich für die SG Saulheim als steinig. Bei der 19:25 (10:16)-Niederlage war es allerdings weniger die Heimstärke des VTV Mundenheim, die einen Erfolg verhinderte.
Trainer Rainer Sommer hatte Kristian Jung nicht nur wegen dessen Routine, sondern auch als vorbildlichen Kämpfer im Spätherbst ins Saulheimer Oberligateam zurückgeholt. Dass Jung beim Auftritt in Mundenheim auch noch bester SG-Torschütze war, zeichnet den Rest des Teams nicht gerade aus.
Trainer Rainer Sommer hatte Kristian Jung nicht nur wegen dessen Routine, sondern auch als vorbildlichen Kämpfer im Spätherbst ins Saulheimer Oberligateam zurückgeholt. Dass Jung beim Auftritt in Mundenheim auch noch bester SG-Torschütze war, zeichnet den Rest des Teams nicht gerade aus. | Guido Steinacker

Mundenheim. Sie ist dann doch noch ziemlich unbeständig, die Kontinuität im Leistungsbild von Handball-Oberligist SG Saulheim. Im Auswärtsspiel beim VTV Mundenheim musste Trainer Rainer Sommer einen Rückfall in das alte Muster registrieren – das er schon in seiner Anfangszeit bei der SG mit gewissem Unverständnis registrierte hatte und sich vornehmlich über mangelndes Engagement in Abwehr wie Angriff Ausdruck verleiht.

Kein Zufall war es so, dass bei der 19:25 (10:16)-Niederlage ein Kämpfertyp wie Rückraummitte Kristian Jung mit seinen fünf Treffern das Topergebnis im Angriff ablieferte – jener Spieler, der sich vom Oberligahandball nach der vergangenen Runde eigentlich verabschiedet hatte, und den Sommer nach dessen ersten Wochen bei der SG, weil er so einen Kampfhandballer suchte, aus dem Rheinhessenligateam wieder hochzog. Ansonsten trug keiner der zwölf Feldspieler in Ludwigshafen mehr als zwei Feldtore zum Saulheimer Offensivergebnis bei.

Nach fünf Minuten ständig im Rückstand

Schon beim 2:2 (5.) stand es letztmals unentschieden, ab Mitte der ersten Hälfte etablierten sich Rückstände von fünf bis sechs Treffern (8:3, 14.; 7:12, 20.). Der Plan, nach dem Seitenwechsel noch einmal etwas zu versuchen, ging nicht auf (11:21, 38.). Ab diesem höchsten Rückstand des Abends konnte die SG einen guten Teil des verlorenen Bodens vor allem über eine erfolgreichere  Defensivarbeit wiedergutmachen (16:22, 49.), doch damit war auch Schluss mit dem Aufholen.

Die Mundenheimer haben damit alle fünf rheinhessischen Oberligisten in der eigenen Halle besiegt, zudem zwei der bisher drei ausgetragenen Auswärtsspiele in hiesigen Gefilden für sich entschieden, so in der Hinrunde auch in Saulheim (32:29). Aber erstmals schafften die Ludwigshafener es in einem Heimspiel, den Gegner unter 20 Treffer zu halten – selbst der TV Bodenheim kam in der Vorwoche auf 20 Tore. Das schwache Offensivergebnis muss seinen Grund also durchaus auch im Auftreten der SG selbst gehabt haben.

SG Saulheim: Radewald (1.-38.), Brose - Jung (5), M. Werber (5/3), Räder, Schmitt, Sterker (je 2), Konrad, Kröhle, Walldorf (je 1), Bach, Pauli, Schaaf, J. Werber.

 

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