Oberliga Damen | Gert Adolphi | 11.01.16

Schnelle Entwarnung

Heidesheimer Tischtennisspielerinnen gewinnen in Trier mit 8:0.

Trier. Norbert Dyllicks Gemütslage durchlief drei Phasen. „Am Anfang war ich etwas angespannt“, sagte der Betreuer der TSG Heidesheim vor der Oberligapartie beim TTC Gelb-Rot Trier. „Wir durften nicht verlieren. Das wäre fatal gewesen.“

Eine Niederlage seiner Spielerinnen beim punktlosen Schlusslicht hätte die TSG selbst wieder näher an die Abstiegsränge heranrücken lassen. Dyllick war besorgt, da er nicht in Bestbesetzung antreten konnte. Rabea Sauer hatte aus Studiengründen kurzfristig abgesagt, die erst 14-jährige Valerie Smeljanski sprang ein. Doch die Befürchtungen des Betreuers waren unbegründet – seine Mannschaft gewann problemlos 8:0.

Schon nach den beiden Auftaktspielen wurde Dyllick etwas lockerer. „Nachdem wir die Doppel gewonnen hatten, war ich schon erleichtert“, sagte er. Selbst das schwächer eingestufte Duo mit der Ersatzspielerin und Natalia Winter, der etatmäßigen Nummer vier, setzte sich ohne größere Schwierigkeiten in vier Sätzen durch.

Eppelmann diesmal souverän

Doch nicht nur die Aufstellung hatte Dyllick Kopfzerbrechen bereitet, sondern auch die Erinnerung ans Hinrundenspiel, in dem Maxi Eppelmann zwei Einzel verloren hatte. Das Zusammenspiel beider Risikofaktoren ergab in den Augen des Betreuers eine gefährliche Gemengelage. Doch auch hier gab es schnell Entwarnung. Gleich im ersten Einzel setzte sich Eppelmann glatt in drei Sätzen gegen Tanja Schulz durch, eine ihrer Bezwingerinnen beim damaligen Aufeinandertreffen – und Dyllick konnte in die dritte Stimmungsphase eintreten. „Als dann im vorderen Paarkreuz beide Spiele klar an uns gegangen sind, war ich völlig entspannt. Da war die Sache gegessen, ich wusste, dass nichts mehr passieren würde.“

Da alles so schön rundlief, gab es auch keine Rückschläge mehr. Selbst Smeljanski gewann ihr Einzel, und das nach einem 0:2-Satzrückstand. „Sie fing schon an, mit sich zu hadern“, berichtete Dyllick. „Ich musste sie immer wieder einfangen. Aber sie hat die Ratschläge angenommen und sehr gut umgesetzt. Valerie hat sich als klasse Teamplayerin erwiesen.“

Die letzte Klippe umschiffte erneut Eppelmann. Auch gegen Sandra Heimes hatte sie in Heidesheim den Kürzeren gezogen. Knapp war es erneut, doch nach 1:2-Satzrückstand stellte sich die TSG-Spielerin gut auf ihre Kontrahentin ein und war in den Durchgängen vier und fünf mit 11:5 und 11:3 deutlich überlegen. Dyllick war endgültig aller Sorgen ledig.

 

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