Oberliga | Peter H. Eisenhuth | 07.03.14

SV Gonsenheim fährt mit großem Respekt zu Röchling Völklingen

Eine Woche nach der 0:3-Heimniederlage gegen den SC Idar-Oberstein tritt Oberligist SV Gonsenheim beim runderneuerten Team von Röchling Völklingen an.
Das 0:3 gegen den SC Idar-Oberstein war das eine. Schlimmer war für SVG-Trainer Jörg Jansohn bei seinem Einstand jedoch die schwere Verletzung Maximilian Kimnachs.
Das 0:3 gegen den SC Idar-Oberstein war das eine. Schlimmer war für SVG-Trainer Jörg Jansohn bei seinem Einstand jedoch die schwere Verletzung Maximilian Kimnachs. | Foto: Guido Steinacker

Gonsenheim. Die Tabelle lügt nicht. Sagt man so schön. Jörg Jansohn glaubt das allerdings nicht. Zumindest nicht im Fall der Fußball-Oberliga Südwest, genauer: im Fall des nächsten Gegners des SV Gonsenheim. Der heißt Röchling Völklingen und ist Tabellenletzter – „aber das wird ein ganz schwerer Gang“, sagt SVG-Trainer Jansohn. „Die haben viel Geld in die Hand genommen, im Winter fast die gesamte Mannschaft ausgetauscht und namhafte Oberligaspieler wie Pascal Stelletta aus Neunkirchen geholt.“

Zuletzt unterlagen die Saarländer bei Spitzenreiter FK Pirmasens nach starkem Spiel nur 0:1. Deshalb sagt Jansohn: „Wir fahren nach Völklingen, als ginge es zum Tabellenführer.“

Zwei Bänder in Kimnachs Schulter gerissen

Für Jansohn selbst verlief sein erstes Pflichtspiel als Gonsenheimer Cheftrainer frustrierend. Mit der 0:3-Heimniederlage gegen den SC Idar-Oberstein war es nicht getan, hinzu kam die schwere Verletzung von Max Kimnach, der sich, von zwei Gegenspielern umgegrätscht, zwei Schulterbänder riss und für den Rest der Saison ausfällt. „Das war schlimmer als das Ergebnis“, sagt der Coach.

Ganz auffangen lasse sich der Ausfall eines so wichtigen Spielers wir Kimnach nicht. Kleiner Trost: In der Winterpause haben sich die Gonsenheimer mit dem Guntersblumer Dennis Wilhelm verstärkt, „und der spielt am liebsten auf Kimnachs Position“, berichtet der Coach.

Es ehrt den neuen Trainer, dass er die schwierige personelle Situation am Wildpark – Kevin Gsimbsl ist nach seinem Kreuzbandriss noch nicht fit, Dennis Kirn hatte zuletzt mit einem Muskelfaserriss zu tun, Aleksandar Petreski konnte aus beruflichen Gründen in der Vorbereitung nur sporadisch mitmachen, Torwart Marvin Bylsma weilt wegen seines Jobs für vier Wochen in Italien – nicht als Entschuldigung für die jüngste Niederlage anführt. „Ja“, sagt Jansohn, „das stört ein bisschen, aber ich will mich nicht beschweren. Wir haben immer noch genügend fitte Spieler, die sich auf einem guten Niveau befinden.“

Entscheidung nicht bereut

Die Freude an seinem neuen Job hat er sich vom missglückten Einstand nicht nehmen lassen. „Die Arbeit macht Spaß“, sagt Jörg Jansohn. Den Entschluss, die Nachfolge des zum Jahresende wie angekündigt zurückgetretenen Jürgen Collet anzutreten, bereut er nicht. Dass er eine Weile brauchte, um im Dezember die Anfrage der SVG-Verantwortlichen zu beantworten, habe auch nichts damit zu tun gehabt, dass Collets Fußstapfen womöglich zu groß seien.

„Ich musste einfach überlegen, ob sich die Aufgabe als Cheftrainer mit meinem Beruf in Einklang bringen lässt“, erklärt Jansohn, der als Gymnasiallehrer täglich zwischen Mainz und Kirn pendelt. „Das geht schon“, sagt er. „Aber der Tagesablauf lässt wenig freie Zeit.“

Gleichwohl hat er die Herausforderung Oberliga angenommen. „Ich kam ja nicht von außen“, sagt Jansohn, der vorige Saison die SVG-B-Junioren zur Vizemeisterschaft in der Regionalliga geführt hatte. „Ich war ja in den letzten zwölf Spielen 2013 Jürgens Kotrainer, und wir haben zusammen die Mannschaft betreut. Jetzt betreue ich das Team gemeinsam mit Babak Keyhanfar."

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