Oberliga | Peter H. Eisenhuth | 03.10.26 Raus aus der Delle? Beim Pokalsieg in Hüffelsheim war dem TSV Schott der Kräfteverschleiß der vorangegangenen Wochen nicht mehr anzumerken. Daran will die Mannschaft des Trainerduos Meeth/Schwarz im Oberligatopspiel beim TSV Gau-Odernheim anknüpfen. Jonas Sträßer (r.) und der TSV Schott wollen die hohe Hürde in Gau-Odernheim überspringen. | Bernd Eßling Mainz. In der Liga hatte der TSV Schott zuletzt geschwächelt: Das torlose Unentschieden beim SV Gonsenheim, die 1:2-Niederlage in Elversberg und das in Normalform vermeidbare 2:2 gegen Aufsteiger Rot-Weiß Wittlich stellten die Ergebnisdelle dar, die Trainer Sascha Meeth schon früh prognostiziert hatte. Auf Dauer mussten die zig englischen Wochen, die Belastungen aus Meisterschaftsspielen, Verbands- und DFB-Pokal ihre Spuren hinterlassen. Unter der Woche aber präsentierte sich die Mannschaft wieder von ihrer besten Seite. Das Achtelfinale im SWFV-Pokalwettbewerb bei der SG Hüffelsheim ging der Titelverteidiger „mit absoluter Klarheit“ an, wie Trainer Thomas Schwarz schwärmte. Beim 3:0-Erfolg gegen den aufstiegsambitionierten Verbandsligisten war nichts mehr vom Kräfteverschleiß zu erkennen. Ob dieser Auftritt dem Wissen entsprang, dass es sich um ein K.o.-Spiel handelte, ob der Do-or-die-Faktor letzte Kraftreserven freisetzte oder ob die Schottler tatsächlich zu alter Stärke zurückgefunden haben, dürfte sich am Sonntag (15 Uhr) zeigen – im Oberligaspitzenspiel beim TSV Gau-Odernheim. Respekt vor dem Brett „Das wird ein Megabrett werden“, prognostiziert Meeth. „Der Gegner hat einen beeindruckenden Lauf und wäre, einen Sieg im Nachholspiel vorausgesetzt, sogar Tabellenführer. Was verbal von den Gau-Odernheimern kommt, ist mir manchmal ein bisschen zu viel, aber in Gänze nötigt es mir großen Respekt ab, wie sie durch die Liga marschieren. Und am Sonntag werden sie brennen.“ Davon geht Meeth schon aufgrund des einen Monat zurückliegenden Pokalduells aus, in dem sich die sehr abgeklärt auftretenden Mainzer mit 4:2 durchsetzten. Die äußeren Voraussetzungen am Sonntag werden andere sein als an jenem Mittwochabend: Diesmal findet die Partie nicht auf dem kleinen Kunstrasen, sondern auf dem großen Rasenplatz statt. Da es sich mal wieder um das Ende einer englischen Woche handelt, ist damit zu rechnen, dass die Schottler im Vergleich zum Hüffelsheim-Spiel auf mehreren Positionen Wechsel vornehmen werden. „Wir wollen eine möglichst frische Mannschaft aufs Feld schicken, die in der Lage ist, ähnlich souverän aufzutreten wie im Pokal.“ Alle Artikel von Fußball (Amateure)