Oberliga Damen | Gert Adolphi | 21.10.26 Oft fehlt nur ein Millimeter Lange Spiele auf hohem Niveau: Tischtennis-Oberligist RSV Klein-Winternheim unterliegt in Edenkoben mit 3:7. Maya Bangel hatte den Dreh raus und gewann ihr Doppel mit Carolin König mit 3:2. | Archiv/Eßling Edenkoben. An den ungewohnten Bällen allein lag es nicht, dass die Tischtennisspielerinnen des RSV Klein-Winternheim ihre Oberligapartie beim TTV Edenkoben mit 3:7 verloren. „Edenkoben war sehr gut aufgestellt“, sagte Kapitänin Julia Sloboda. „Da waren Leute dabei, gegen die wir noch nicht gespielt hatten.“ Dank dieser Konstellation habe die Begegnung auf sehr hohem Niveau stattgefunden, dem höchsten, seit sie im Vorjahr nach Klein-Winternheim gewechselt war. „Auch wir waren gut“, sagte Sloboda, „aber nicht gut genug.“ Die Gastgeberinnen überzeugten vor allem taktisch, wussten genau, wo sie die Bälle platzieren mussten. Besonders im Doppel wurde das offensichtlich, Maya Bangel allerdings fand die geeigneten Mittel um, den Angriffen zu begegnen. „Maya hat das Spiel der Gegnerinnen sehr gut analysiert“, lobte Sloboda. Bangel gewann mit Carolin König eine der beiden Auftaktpartien und sorgte damit dafür, dass die Gäste nicht von Beginn an deutlich hinterherliefen. Nur einmal in drei Sätzen Das Spiel war hart umkämpft, drei Stunden dauerte das Ringen, und nur in einem Einzel waren die Kräfteverhältnisse klar: RSV-Youngster Theresa Zabel unterlag Carolin Bollinger glatt mit 0:3. Fünf Partien hingegen wurden im fünften, vier im vierten Satz entschieden, zudem endeten viele Durchgänge mit knappen Ergebnissen. „In jedem Spiel dachten wir eine Chance zu haben“, sagte Sloboda. Neben der Qualität der Kontrahentinnen thematisierten die Gäste allerdings auch das das Spielmaterial. „Die Bälle sind trotzdem ätzend“, sagte die Kapitänin, „sie fallen einen Tick früher als unsere.“ Dadurch fehlte oft nur ein Millimeter, um die Kugel optimal zu treffen. „Im Rückspiel will ich Revanche.“ König imponiert Sloboda Nicht nur das eine Doppel gewannen die Klein-Winternheimerinnen im fünften Satz, auch bei ihren beiden Einzelerfolgen mussten sie über die volle Distanz gehen. Sloboda gelang der Ausgleich zum 2:2, König ließ mit ihrem Sieg in der letzten Partie das Gesamtergebnis etwas freundlicher aussehen. „Caro hat sehr gut gespielt“, sagte ihre Spielführerin. „Obwohl es um nichts mehr ging, hat sie sich den Arsch aufgerissen. So etwas imponiert mir.“ Alle Artikel von Tischtennis