Dritte Liga Damen | Guido Steinacker | 05.04.14 Zum Verteidigen der Serie die Grenze überschreiten Beim stark abstiegsgefährdeten Luxemburger Vertreter Roude Léiw Bascharage will Handball-Drittligist SG TSG/DJK Bretzenheim am Samstag (16 Uhr) seine Siegesserie fortsetzen. In diesem speziellen Fall dürften allerdings einige Oberligavereine den Gastgeberinnen alles Gute wünschen. Julia Veeck ist am längsten dabei, hat nun aber als Letzte die Zusage für die neue Saison gegeben. | Bernd Eßling Bretzenheim. Es gab in den vergangenen Wochen schon stärkere Gegner für Handball-Drittligist SG TSG/DJK Bretzenheim, die sich allesamt der erreichten Form des Mainzer Teams beugen mussten. Aber für das vorletzte Auswärtsspiel der Saison muss die Mannschaft noch mal ans Äußerste gehen und darüber hinaus – rein geografisch gesehen. Schon in den letzten Oberligazeiten stand für die SG in den meisten Spielzeiten einmal im Jahr die Reise samt Grenzübertritt zum luxemburgischen Ligamitglied Roude Léiw Bascharage an. Mit einem Sieg bei dem alten Bekannten würde die SG wohl dafür sorgen, dass beide anderen rheinland-pfälzischen Mitglieder der Dritten Liga West in die Oberliga runtergehen werden – der TV Bassenheim ist längst abgestiegen, für die Roten Löwen schwänden bei einer Heimniederlage die Hoffnungen deutlich. Und das fänden eine ganze Reihe von rheinland-pfälzischen und saarländischen Oberligisten gar nicht gut. Die sähen es zweifellos lieber, würden die Bascharager noch Fortuna Köln abfangen. Denn dann wäre in der Oberliga RPS der jetzige Abstiegsplatz zehn keiner mehr. Sage und schreibe sieben Teams könnten aufatmen, die derzeit noch für den zehnten Rang in der Abschlusstabelle infrage kommen. Eines dieser Teams ist übrigens die eigene Zweitvertretung der Bretzenheimerinnen. Die ist trotz nur vier Punkten Vorsprung auf den zehnten Platz aber nur noch theoretisch betroffen von den Rechenspielen, da vier weitere Vereine dazwischen positioniert sind. SG-Trainer Thomas Zeitz muss daher nicht ernsthaft darüber nachdenken, ob ein Sieg in Bascharage den Vereinsinteressen entgegenstehen könnte. Nachdem er mit den Auftritten seiner Mannschaft trotz der Erfolge zuletzt nur phasenweise zufrieden sein konnte, wird er sich ein von Anfang bis Ende souveränes Spiel seines Teams wünschen. Abgeschlossen ist mit der letzten ausstehenden Zusage die Zukunft der Spielerinnen im aktuellen Kader. Auch Julia Veeck wird ein weiteres Jahr dranhängen. Die Mittespielerin ist von allen Akteurinnen am Längsten dabei und schwer wegzudenken aus dem SG-Team. Zeitz lobt die einzigartige Spielweise der 26-Jährigen, die ihre Qualitäten im Eins-gegen-Eins und im Kreisanspiel habe. Entwicklungspotenzial sieht der Trainer bei Veeck noch in der Deckungsarbeit und der Spielführung. Alle Artikel von Handball