Oberliga | Gert Adolphi | 04.04.16

Nicht den besten Tag erwischt

05-Zweite unterliegt in der Tischtennis-Oberliga dem ersatzgeschwächten TV Nassau mit 5:9.
Blackout im fünften Satz: Christoph Sonn und Jurij Magit.
Blackout im fünften Satz: Christoph Sonn und Jurij Magit. | Archiv/Willwacher

Mainz. Eine Chance verpasst hat die Zweite Mannschaft des FSV Mainz 05 in der Tischtennis-Oberliga. Die 05er verloren ihr Heimspiel gegen den TV Nassau mit 5:9, obwohl die Gäste nicht in Bestbesetzung angetreten waren. Dass das Ergebnis knapper ausfiel als das 3:9 in der Hinrunde, war kein Trost. „Wir waren nicht so zufrieden“, sagte  Spielführer Christoph Sonn. „Wir hatten gedacht, dass wir einen Punkt holen können.“

Dass die Gäste auf Christian Schanne, ihre Nummer drei, verzichten mussten, hätte den 05ern Vorteile im mittleren und hinteren Paarkreuz bringen müssen. Sebastian Oehlmann und Felix Schmidt-Arndt nutzten die Möglichkeit auch; beide bezwangen Lennard Hollender, der von Position fünf auf vier vorgerückt war. Sonn und Jurij Magit hingegen, wussten im hinteren Paarkreuz aus der Vorlage keinen Nutzen zu ziehen. Lediglich Sonn gelang ein Sieg über Nachwuchsspieler David Böhm, gegen Markus Beckmann gingen beide leer aus. „Jurij und ich hatten nicht unseren besten Tag erwischt“, sagte der Kapitän. „Wir hätten einfach mehr Punkte holen müssen. Dass wir beide gegen Beckmann verlieren, sollte nicht passieren.“

Im fünften Satz komplett raus

Schon ihr Doppel hatten Sonn/Magit abgegeben. Der Spielführer hatte vor der Begegnung festgestellt, dass ein Sieg im dritten Doppel die Voraussetzung für einen Punktgewinn sei. 1:0 und 2:1 hatte das Mainzer Duo nach Sätzen geführt, beim 2:11 im Entscheidungsdurchgang war es chancenlos. „Wir waren die ganze Zeit in der Partie drin“, sagte Sonn. „Nur im fünften Satz waren wir komplett raus. Das war schon schlecht, dass das Spiel weggegangen ist.“

Die übrigen Ergebnisse waren keine Überraschung. Mit Altmeister Zsolt-Georg Böhm, dem Tschechen Michal Vavra und Marian Schug waren die Nassauer auf den ersten drei Positionen stark besetzt. Viele Siege durften die Mainzer da nicht erwarten. Jonas Christmann gewann immerhin gegen Vavra und war auch gegen Böhm nicht chancenlos. Beim Stand von 1:1 führte die Mainzer Nummer eins gegen den ehemaligen Deutschen Meister mit 9:5 im dritten Satz, verlor aber noch 9:11. Zwar fiel die Entscheidung trotzdem erst im fünften Durchgang, doch Christmann hatte einen psychologischen Vorteil aus der Hand gegeben. „Wenn Jonas 2:1 führt, kann er auch gewinnen“, sagte Sonn. „Aber ein Punkt im vorderen Paarkreuz war okay.“

 

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