red | 03.08.2017

Beide Titel gehen nach Deutschland

Die deutschen Ü-45-Minigolfer, mit einer Reihe von Spielern des MGC Mainz besetzt, haben bei der Europameisterschaft im tschechischen Cheb den Doppelsieg geschafft.

Mainz. Beide deutschen Seniorenteams holten in Cheb, direkt hinter der deutsch-tschechischen Grenze gelegen, die Goldmedaillen bei den Senioren-Europameisterschaften. Das Männerteam legte fast einen klassischen Start-Ziel-Sieg hin, lediglich nach zwei von sechs Runden durfte der Nachbar Österreich kurz den Platz an der Sonne einnehmen.

Auch die Auswechselung des Mainzer Team-Neulings Patrick Beringhausen in Runde fünf überstand man schadlos, der eingewechselte Dirk Otten (Salzgitter) zeigte seine bis dahin beste Runde und half dem Team dabei, einen kaum mehr einholbaren Vorsprung mit auf die letzten 18 Bahnen zu nehmen. Die kurzzeitig führenden Österreicher mussten schließlich noch den Gastgeber passieren lassen und sich mit Bronze zufrieden geben. Indisponiert zeigte sich der Titelverteidiger Schweden, der nicht über Platz sechs hinaus kam.

Die Team-Überlegenheit spiegelt sich auch im Stand des Einzels wider. Nach sechs Durchgängen führt ein deutsches Trio das Klassement an. Auf den Berliner Robert Kullick folgen zwei Mainzer: der Weltranglistenerste, Matchplay-Europameister Markus Janßen, sowie der Europameister von 2014, Roman Kobisch.

Frauenteam macht es spannend

Interessanter machte es das deutsche Frauenteam: Nach der vierten Runde lag das DMV-Trio satte elf Schläge hinter den Damen aus der Schweiz, wurde gleichzeitig von den Schwedinnen bedrängt. Es musste also eine deutliche Steigerung in den beiden letzten Runden her, wollte man die Titelverteidigung doch noch schaffen.

Mit 68 Schlägen, dem besten Teamdurchgang auf Eternit, schafften Alice Kobisch und ihre Mitstreiterinnen Nicole Warnecke, Andrea Reinicke und Ersatzspielerin Ellen Galleinus „die Pflicht", mehr aber eigentlich auch nicht. Doch gleichzeitig brachen zwei der schweizer Spielerinnen komplett ein und ermöglichten so, dass aus elf Schlägen Rückstand ein Vorsprung von 14 (!) Zählern wurde. Nachdem jeweils zwei Spielerinnen die letzte Runde beendet hatten, blieben davon noch 13 Schläge übrig, so dass Schlussspielerin Alice Kobisch ganz entspannt die zweite Goldmedaille für Deutschland nach Hause spielen durfte.

Im Einzel liegen die deutschen Damen nach dem Teamtriumpf ebenfalls aussichtsreich im Rennen. Alice Kobisch belegt derzeit Rang drei, einen Schlag vor Andrea Reinicke und einen weiteren vor Nicole Warnecke. 
 
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