Peter H. Eisenhuth | 13.08.26 Kurzarbeiter Weber Ein Versuch genügt dem Speerwerfer des USC Mainz bei den Leichtathletik-Europameisterschaften, um das Finale mit der größten Weite zu erreichen. Hat seine Kräfte geschont: Julian Weber. | Iris Hensel Birmingham. Was Mainzer Schulen angesichts der hohen Temperaturen mit hitzefrei und Kurzstunden am Donnerstag recht war, war Julian Weber bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham billig: In der Speerwurf-Qualifikation beließ es der Deutsche Meister vom USC Mainz bei einem einzigen Versuch – als der Speer seine Hand verlassen hatte, reckte er seinen Arm in den Himmel. Wohlwissend, dass er die fürs Finale geforderten 82,50 Meter überboten hatte. Tatsächlich war sein Wurf auf 84,02 Meter der weiteste im 29-köpfigen Teilnehmerfeld, und lediglich zwei weitere Athleten übertrafen die Vorgabe: Der DM-Zweite Nick Thumm überraschte mit persönlicher Bestleistung von 83,49 Metern, der Pole Dawid Wegner kam auf 82,40 Meter. Thomas Röhler landete mit 78,67 Metern auf dem 14. Platz und schied aus – 21 Zentimeter fehlten ihm auf den zwölften Rang und zur Teilnahme am Samstagabend. „Genau das war mein Ziel“, kommentierte ein entspannter Julian Weber hinterher am ZDF-Mikrofon von Maral Bazargani seine Kurzarbeit. „Ich war ein bisschen aufgeregt, weil die Vorbereitung nicht so gut war, deshalb ist mir jetzt ein Stein vom Herzen gefallen.“ Zur Erholung wolle er sich anschließend ins Eisbad setzen – „und übermorgen mit genauso einem guten Gefühl ins Finale gehen“. Die Vorzeichen für die Nummer eins der europäischen Jahresbestenliste, nach 2022 zum zweiten Mal Europameister zu werden, stehen gut. Der Anlaufrhythmus jedenfalls habe in der Qualifikation gepasst. „Und dann kann es auch sehr weit gehen.“ Alle Artikel von Leichtathletik