Peter H. Eisenhuth | 21.07.2015

Weber verzichtet

Speerwerfer Julian Weber tritt nicht bei den Deutschen Meisterschaften an.
Das hat keinen Sinn, sagt Julian Weber im Gespräch mit Trainer Stephan Kallenberg und verzichtet auf eine Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende in Nürnberg.
Das hat keinen Sinn, sagt Julian Weber im Gespräch mit Trainer Stephan Kallenberg und verzichtet auf eine Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende in Nürnberg. | Eva Willwacher

Mainz. Die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am kommenden Wochenende werden ohne Julian Weber stattfinden. Der Speerwerfer des USC Mainz entschied sich nach einem Test am Montagabend, seine Teilnahme abzusagen.

„In Nürnberg anzutreten, hätte keinen Sinn“, erläuterte Stephan Kallenberg. Der Trainer hatte seinem Athleten die Entscheidung überlassen, hätte ihm allerdings auch zu diesem Schritt geraten. Der Grund dafür ist der nach wie vor schmerzende Fuß, der es dem Athleten unmöglich macht, sich voll in einen Wurf hineinzulegen.

Der Versuch zu Wochenbeginn sah so aus, dass Weber mit drei Schritten auf der Wiese um die 73 Meter ezielte. „Das hilft ihm nicht weiter“, sagte Kallenberg. „Er müsste 82,50 Meter werfen, um die WM-Norm zu erzielen. Und das geht nicht, wenn er den lädierten Fuß nicht voll einsetzen kann.“

Stattdessen solle Weber sich außerhalb des Wettkampfstresses in aller Ruhe auf die Militärweltmeisterschaften im Oktober konzentrieren. „Bei der DM anzutreten, könnte auch extrem frustrierend werden“, sagt Kallenberg. „Schon bei der U23-EM hatte Julian das Gefühl, dass er in einem körperlich fitteren Zustand den Titel gewonnen hätte. Dieses Gefühl muss er kein zweites Mal erleben.“

 

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