Verbandsliga | Peter H. Eisenhuth | 07.11.16

Der rote Faden wird länger

Fortuna Mombach scheitert beim 1:4 in Rodenbach an fehlender Effektivität.

Rodenbach. Mit dem Gewinnen müssen, manchmal auch dem unbedingten Gewinnen müssen, ist das so eine Sache: Verwendet wird es oft, gerne auch mal von den Medien an Mannschaft herangetragen, die sich in einer unschönen Tabellensituation befinden. In den allerwenigsten Fällen aber trifft diese apodiktische Behauptung auch zu – Beispiele von Mannschaften, die zig solcher Spiele verloren, die sie hätten gewinnen müssen, deshalb vermeintlich abgeschlagen am Tabellenende herumdümpelten und dennoch den Klassenverbleib schafften, gibt es auch im Mainzer Raum quer durch alle Ligen zur Genüge.

Insofern wäre es Unfug, zu behaupten, Fortuna Mombach hätte sein letztes Hinrunden spiel in der Fußball-Verbandsliga beim SV Rodenbach gewinnen müssen. Allerdings hätte es den Mainzern den Kampf gegen den Abstieg in der am kommenden Sonntag beginnenden Rückrunde ein wenig erleichtert, wären sie am Sonntag nicht mit einer 1:4 (1:2)-Niederlage aus der Pfalz zurückgekehrt.

Statt den tabellarischen Anschluss an die Rodenbacher zu finden, bleibt die Fortuna Vorletzter mit lediglich acht Punkten, zwei weniger als der Ludwigshafener SC aufweist, sechs weniger als Eintracht Bad Kreuznach und sieben weniger als der letzte Hinrunden Gegner, der jetzt den zwölften Rang einnimmt. „Den hätten wir auch gerne, weil es in jedem Fall ein sicherer Platz ist“, sagt der Mombacher Trainer Thoma Eberhardt. „Deshalb tut uns das Ergebnis weh.“

Unnötige Niederlage

Dass die elfte Saisonniederlage aufgrund der spielerischen Überlegenheit seiner Mannschaft eine von vielen unnötigen war, linderte die Schmerzen nicht. Denn dass die Fortuna letztlich an ihrer mangelnden Effektivität scheiterte, zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison – und wie sie dieses Problems ohne Verstärkungen Herr werden können, scheinen sie selbst nicht zu wissen.

Zwar ließen am Sonntag auch die Gastgeber kurz vor dem Seitenwechsel durch Marco Heidecke und Kevin Schell zwei Großchancen aus, verglichen mit den Mainzern aber brachten sie es auf eine top Abschlussquote. Dennis Leist (19.) und Sebastian Hornef (23.) sorgten für eine 2:0-Führung, Jonathan Trost gelang in der 37. Minute der Anschlusstreffer. Der verlieh Eberhardts Leuten neue Hoffnung und neuen Schwung, doch die Druckphase nach Wiederbeginn, in der ein Ausgleich eigentlich fällig war, brachte den Mainzer kein weiteres Erfolgserlebnis. Stattdessen machten die Rodenbacher durch Johannes Schick und Heidecke alles klar.

Zum Rückrundenauftakt tritt Fortuna Mombach am kommenden Sonntag beim VfR. Kandel an.

 

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