Peter H. Eisenhuth | 23.04.2014

Es kann nur einen geben

Minigolf-Nachwuchs trägt im Hartenberg den Jugend-Länderpokal aus.
Die Rheinland-Pfälzer (hinten v.l.): Manuel Szablikowski, Dominik Ullrich, Sebastian Piekorz, Steven Weiß (Mannheim), Nehemia Türk; Mitte Selina Krauss, Kilian Horn (Hachenburg), Silvio Krauss; vorne die Trainer Marcel Noack, Danny Hess, Ralf Fischbach.
Die Rheinland-Pfälzer (hinten v.l.): Manuel Szablikowski, Dominik Ullrich, Sebastian Piekorz, Steven Weiß (Mannheim), Nehemia Türk; Mitte Selina Krauss, Kilian Horn (Hachenburg), Silvio Krauss; vorne die Trainer Marcel Noack, Danny Hess, Ralf Fischbach. | Peter H. Eisenhuth
Überraschung: So sah es im Lostopf am Ende des Abends aus.
Überraschung: So sah es im Lostopf am Ende des Abends aus. | Peter H. Eisenhuth
Ortsvorsteherin Karin Trautwein übergibt die Lose an die Mainzer DMV-Verantwoertlichen Colker Missionier und Michael Löhr.
Ortsvorsteherin Karin Trautwein übergibt die Lose an die Mainzer DMV-Verantwoertlichen Colker Missionier und Michael Löhr. | Peter H. Eisenhuth

Mainz. Karin Trautwein scheint keine Anhängerin des Wettkampfsports zu sein. Zumindest keine dogmatische. Bevor die Ortsvorsteherin von Hartenberg/Münchfeld am Dienstagabend die Lose für den Jugend-Länderpokal des Deutschen Minigolfverbandes zog, verlieh sie ihrer Hoffnung Ausdruck, „dass es am Ende des Turniers ganz viele Sieger gibt“.

Viel wird wohl aus dem frommen Wunsch nicht werden – und wahrscheinlich wäre es auch nicht im Sinne der sieben Länderteams. Die haben schließlich in den vorangegangenen sechs Tagen auf den Eternit- und Betonbahnen des MGC Mainz geübt, um die Konkurrenz in dem am Freitag und Samstag stattfindenden Wettkampf hinter sich zu lassen. Von wegen viele Sieger: Es kann nur einen geben.

Heimvorteil nutzen

Und Manuel Szablikowski hofft, dass dies die rheinland-pfälzische Auswahl sein wird. Immerhin sind sechs der  acht Mannschaftsmitglieder auf der Anlage im Hartenberg zu Hause. „Die Bahnen aus dem Training und von so vielen Wettkämpfen so gut zu kennen, ist schon ein Vorteil“, sagt der Mainzer Junioren-Nationalspieler. „Den wollen wir möglichst gut ausnutzen.“

Fünf Akteure gehen pro Mannschaft auf den Kurs, gewechselt werden darf nur einmal, allerdings zu einem beliebigen Zeitpunkt. „Theoretisch ist es denkbar, dass ein Spieler nach seinem ersten Schlag auf seiner ersten Bahn das Gefühl hat, nicht gut drauf zu sein“, erläutert MGC-Pressesprecher Joachim Eichhorn. „Dann dürfte ein Ersatzspieler ran – aber das war es dann auch für den Rest des Turniers.“

Gemogelt wird nicht

Gespielt werden insgesamt zehn Runden, je fünf auf Beton und Eternit; immer drei Spieler aus drei unterschiedlichen Teams gehen die Bahnen gemeinsam an. „Die kontrollieren sich gegenseitig“, sagt Eichhorn, „mogeln ist ausgeschlossen. Wobei: Das käme unter Minigolfern eh nicht vor.“

Zu den körperbetonten Sportarten gehört Minigolf nicht unbedingt. „Aber wenn man an beiden Wettkampftagen von 8 bis 17 Uhr auf der Anlage steht, benötigt man eine hohe Konzentrationsfähigkeit“, sagt Eichhorn. „Und man muss sich auf die Witterungsverhältnisse  einstellen. Denn je nach Temperatur laufen die Bälle unterschiedlich. Ein Ball, der morgens bei 10 Grad perfekt von der Bande zurückkommt, läuft mittags bei 23 Grad einen Meter weiter…“ 

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