Landesliga | Peter H. Eisenhuth | 21.09.26

Es ist nie zu früh

Die machbaren Dinge machen: Landesligist SpVgg Ingelheim überrascht mit einem 3:0 (1:0) beim Tabellensechsten SpVgg Ingelheim.
Leon Reitemeyer (r.) erzielte die ersten beiden Ingelheimer Treffer in Mutterstadt.
Leon Reitemeyer (r.) erzielte die ersten beiden Ingelheimer Treffer in Mutterstadt. | Archiv/Willwacher

Mutterstadt. Als Leon Reitemeyer in der 68. Minute den Platz verließ, konnte er dies in der Gewissheit tun, die Weichen auf Sieg gestellt zu haben. Ein in dieser Saison noch kaum bekanntes Erlebnis für die SpVgg Ingelheim, und eines, mit dem zum jetzigen Zeitpunkt nicht unbedingt zu rechnen war.

Nicht nach den jüngsten Resultaten Billigheim (0:8) und gegen den ASV Fußgönheim (0:3). Und nicht angesichts der Aussage des Trainers, seine Mannschaft werde erst Mitte Oktober (oder etwas später) so weit sein, wie er sie gerne hätte. Kam der 3:0 (1:0)-Erfolg bei der FG Mutterstadt also zu früh?

„Nein, nein, es ist nie zu früh“, sagte Kayhan Cakici, lachte und präzisierte seine Prognose. „Die machbaren Dinge kriegen wir jetzt schon hin.“ Sprich: Beim SKC Barbaros drei und gegen die TuS Marienborn II einen Punkt zu holen. „Die anderen Gegner waren immer einen Tick schneller und ausdauernder, oft haben wir die Spiele ja auch erst hinten raus verloren.“

Immer besser geworden

Mit solchen Kontrahenten mithalten zu können, werde noch ein paar Wochen dauern. Der Papierform nach gehörte die FG Mutterstadt als Tabellensechster mit 13 Zählern zwar in diese Gruppe, „aber diesmal haben wir uns nicht nur von Anfang an auf Augenhöhe bewegt, sondern sind immer besser geworden“.

Grundlage des Erfolgs war eine Defensive, der keine größeren Fehler unterliefen, vorne nutzte Reitemeyer seine zweite Konterchance. Mit der ersten blieb er noch an Joshua Geist hängen, beim zweiten Mal überlief er den Torwart und brachte die Spielvereinigung nach einer halben Stunde in Führung.

„Nach der Pause sind wir kompakt geblieben und haben den Gegner mit unseren schnellen Angriffen überrollt“, berichtete Cakici. „Und Mutterstadt hat sich immer mehr aufgelöst“ – in der Schlussphase sogar dahingehend, dass die Pfälzer nach zwei Gelb-Roten Karten nur noch zu neun waren.

Yüksel findet die Lücke

Zu diesem Zeitpunkt aber war die Partie längst entschieden. Reitemeyer hatte erneut seine Schnelligkeit ausgespielt und den Ball nach Pass von Fabian Commes aus zwölf Metern ins Tor geknallt (56.). Ilker Yüksel legte sieben Minuten nach seiner Einwechslung das 3:0 nach. „Er war umringt von Gegenspielern, als er den Ball im Strafraum angenommen hat“, schilderte Cakici. „Dann hat er sich vom Tor weggedreht, eine Lücke gesehen und unerwartet abgeschlossen. Sehr intelligent gemacht.“

Ihren jetzt sieben Punkten wollen die Ingelheimer bereits am Donnerstag (19.30 Uhr) drei weitere folgen lassen. Die Chancen scheinen nicht schlecht zu stehen: Zu Gast im Blumengarten wird die TSG Pfeddersheim sein – die Wormser sind mit vier Zählern Tabellenvorletzter.

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