Regionalliga | Peter H. Eisenhuth | 18.08.17

Ekliger Gegner, ekligerer Platz

Die U23 des FSV Mainz 05 spielt bei der TuS Koblenz auf einem unwürdigen Rasen 1:1.

Mülheim-Kärlich. Rückschlüsse, sagte Dirk Kunert, ließen sich aus dieser Partie nicht ziehen. Dafür seien beim 1:1 (1:0) des FSV Mainz 05 II im Auswärtsspiel gegen die TuS Koblenz die äußeren Bedingungen zu schlecht gewesen. Zu schlecht? „Katastrophal“, korrigierte der Trainer. Unebener Platz, hohes Gras, nicht mal richtig gekreidet sei der Platz in Mülheim-Kärlich gewesen, auf den die Gastgeber wegen des Umbaus ihres Stadions auf dem Oberwerth ausgewichen waren.

„Es ist eine Frechheit, dass man auf einem solchen Platz spielen muss“, schimpfte Kunert. Sein Koblenzer Kollege Petrik Sander sei im Übrigen der gleichen Meinung gewesen. Sicher, die Bedingungen waren für beide Mannschaften identisch – der größere Nachteil entstand allerdings der fußballerisch besseren Elf, und das sind die 05er.

„Fußball war so gut wie unmöglich“, sagte der Mainzer Trainer, „wir hatten es zunächst probiert, haben dann aber mehr mit Diagonalbällen gearbeitet.“ Den letzten Rest von Spielfluss, der noch aufkommen konnte, hätten die Gastgeber mit ihren bestimmt 20 langen Einwürfen, „die jedesmal eine gute Minute gedauert haben“, unterbrochen. „Sie waren aber in den Zweikämpfen auch ein ekliger Gegner, und mit ihren Standards immer gefährlich.“

Lappe lässt zu weit springen

Finn Dahmen im Mainzer Tor vereitelte eine Reihe guter bis sehr guter Koblenzer Abschlüsse. Auf der anderen Seite hatte Marcel Costly die Führung verpasst, bevor Sebastian Tyrala einen Freistoß zum 1:0 verwandelte. Besser wurde das Spiel dadurch nicht, und dass Dimitrios Popovits in der 57. Minute eine Hereingabe von Dejan Bozic am langen Pfosten über die Linie drückte, entsprach durchaus den Kräfteverhältnissen auf dem Acker.

Fünf Minuten vor Schluss hatte Karl-Heinz Lappe das vermeintlich sichere 2:1 auf dem Fuß, vergab die Gelegenheit aber, weil er den Ball bei der Annahme zu weit wegspringen ließ. „Sehr schade“, sagte Kunert, der sich auch an der Leistung von Fabian Grau erfreute. Der gerade aus der U19 gekommene Innenverteidiger habe seine Sache sehr gut gemacht, lobte der Coach. Grau war nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Noah Korczowski und Charmaine Häusl aber auch schon die letzte Option für die zentrale Abwehrrolle.

Bereuits am Dienstagabend geht es weiter. Dann empfängt die U23 Eintracht Stadtallendorf (Anstoß: 19 Uhr).

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