red | 02.10.2017

Auch hier kommt's auf die Einheit an

Fußball, Handball, Ringen: Das Sportprogramm am Tag der Deutschen Einheit ist überschaubar, bietet aber einige Leckerbissen.

FUSSBALL I. Ihr Vorhaben, sich ganz dicht an die Fersen von Kickers Offenbach und des 1. FC Saarbrücken zu heften, hat die U23 des FSV Mainz 05 mit dem jüngsten 0:1 gegen die TSG Hoffenheim II konterkariert. Angesichts der Spielanteile handelte es sich um eine vollkommen unnötige Niederlage – allerdings musste sich die Mannschaft vorhalten lassen, sich trotz der langen Ballbesitzzeiten zu wenige Torchancen erspielt zu haben.

Vielleicht kommt es den 05ern ja entgegen, dass sie am Dienstag wieder auswärts randürfen. Nach wie vor nämlich ist ihre Bilanz auf fremden Plätzen nicht nur besser als die der Heimspiele, sondern sogar die beste der gesamten Regionalliga Südwest. 13 Punkte aus fünf Partien sind es, beim TSV Steinbach sollen die nächsten drei hinzukommen.

Die Elf aus Haiger wiederum, bei der es der einstige 05-Jugendliche und Drittligaspieler Tim Müller nach einer Geduldsprobe zu Saisonbeginn inzwischen zur Stammkraft gebracht hat, punktet vor allem zu Hause (10 von 14). Das bekam zuletzt vor anderthalb Wochen die U23 des SC Freiburg beim 0:1 zu spüren.

 

FUSSBALL II. Vier Topgegner hintereinander hat der Oberliga-Spielplan für den SV Gonsenheim vorgesehen. Ein Härteprogramm, das mit der Partie beim FK Pirmasens endet (Anstoß: 15 Uhr). „Nicht ganz das Level des FC Homburg, aber aus gutem Grund Tabellenzweiter“, sagt der Mainzer Trainer. Die jüngsten Resultate des Regionalligaabsteigers verdeutlichen, was auf seine Defensive zukommt: 5:1 gegen den FSV Jägersburg, 6:0 in Eppelborn, 4:0 gegen Saar 05 Saarbrücken, 4:1 in Karbach. „Und zu Hause haben sie alle ihre fünf Spiele gewonnen.“

Beim FKP, der fast alle Leistungsträger aus der vorigen Saison gehalten hat, darunter zwei ehemalige 05-Amateure, Innenverteidiger Marco Steil und Offensivmann Christian Grimm, wird Keyhanfar eine ähnliche Herangehensweise wählen wie in den vorangegangenen drei Partien. Gegen Eintracht Trier (0:0), bei Hertha Wiesbach (0:2) und mit Abstrichen auch beim 0:2 gegen den FC Homburg habe sich seine Mannschaft als konkurrenzfähig erwiesen. „Auch diesmal wollen wir ein unangenehmer Gegner sein und versuchen, unsere Außenseiterchance zu nutzen.“

 

RINGEN. Bislang gingen sich der ASV Mainz 88 und Alemannia Nackenheim bei ihren Bundesliga-Heimkämpfen aus dem Weg. Am 3. Oktober aber bitten beide Klubs an die Matte: Die 88er empfangen in Mombach Staffel-Mitfavoriten TuS Adelhausen, die Nackenheimer bekommen es im VfL Neckargartach mit dem ersten hochkarätigen Gegner seit dem Aufstieg zu tun. Beide Begegnungen beginnen um 15 Uhr.

 

HANDBALL I. Am Tag der Deutschen Einheit in die Stadt der Montagsdemos des Jahres 1989 – das passt doch ganz gut als Feiertagsprogramm der SG TSG/DJK Bretzenheim. Nach Festivitäten der politischen Art steht dem Drittligisten allerdings nicht der Sinn. Beim finanziell abgestürzten Erstligisten HC Leipzig, der bis kurz vor der Saison noch auf eine Genehmigung für den Verbleib in der Bundesliga gekämpft hatte, tritt der Tabellenführer zum dritten Saisonspiel an (15 Uhr) – und sollte im ersten Auswärtsspiel eigentlich den dritten Erfolg schaffen.

Den Leipzigern ist über den langen Schwebezustand der gesamte Erstliga-Stammkader abhandengekommen. Kaum vorstellbar, wie der HCL die Saison hätte wuppen sollen, wenn es mit dem Erfolg am Grünen Tisch geklappt hätte. Die Dritte Liga ist trotz des Einstiegs mit 0:4 Punkten nicht unbedingt zu hoch angesetzt für den Neuaufbau, weil der Verein weiter über großes Potenzial im Nachwuchs verfügt.

Das A-Jugendbundesligateam, das einen großen Teil des Drittligavertretung stellt, hängt in seiner Gruppe 7 gerade den Nachwuchs des Erstligisten SG Bietigheim und von Ligakonkurrent HCD Gröbenzell ab. Allerdings bleibt nach dem Sieg bei den Bayern nur ein Tag Pause vor der Drittligapartie gegen die Bretzenheimer, die außer Kniepatientin Kim Quetsch vollständig sein werden.

 

HANDBALL II. Eine der wenigen Sportveranstaltungen, die am Feiertag in heimischen Gefilden zu erleben sind, bietet am Dienstagabend (18 Uhr) das Punktspiel der Sportfreunde Budenheim in der Oberliga gegen den TV 05 Mülheim. Nach dem 29:24-Auswärtssieg vom Sonntag beim TV Offenbach sind die nächsten beiden Zähler fest eingeplant.

Es hätte zwar durchaus ein Vergleich von zwei Mannschaften aus der vorderen Tabellendrittel werden können, doch die Mülheimer verloren am Sonntag ihr Heimspiel gegen die HSG Worms 30:33 und reisen daher mit ausgeglichenem Punktekonto nur als Achter an. Die Sportfreunde müssen ohne Kapitän Philipp Becker (Urlaub) auskommen, Tristan Gräber wird noch länger verletzt fehlen. Ansonsten hat Trainer Thomas Gölzenleuchter für das zweite Heimspiel der Runde seinen Kader zusammen.

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