Bezirksliga | Gert Adolphi | 06.06.26 Ein bisschen Hoffnung bleibt Der VfR Nierstein gewinnt sein zweites Abstiegsrundenspiel im Elfmeterschießen. Ob das für den Bezirksligaverbleib reicht, entscheuden andere. Zum Niersteiner Matchwinner avancierte Torwart Sebastian Neef. | Archiv/Eßling Göllheim. Der VfR Nierstein hat die Abstiegsrunde bis in die letzte Konsequenz ausgekostet – und sich die kleine Hoffnung erhalten, in der Bezirksliga bleiben zu dürfen. In Göllheim gewann der VfR die Partie der Erstrundenverlierer gegen den SV Katzweiler mit 4:1 im Elfmeterschießen; nach 90 Minuten und Verlängerung hatte es 2:2. Zum Matchwinner avancierte Sebastian Neef. Der Torhüter sorgte mit seiner Präsenz nicht nur dafür, dass nur einer der gegnerischen Elfmeterschützen traf, er verwandelte auch den letzten Schuss. Überhaupt so weit gekommen zu sein, verdankten die Niersteiner auch einer großen Portion Glück. „Die Verlängerung ging komplett an Katzweiler“, räumte Trainer Nico Augustin ein. „Wir hatten keine Körner mehr.“ Die Westpfälzer, die gegen die SpVgg Nahbollenbach schon ihr erstes Abstiegsrundenspiel im Elfmeterschießen verloren hatte, trafen in der Overtime allein zweimal die Latte. Steffens gleicht aus Der SVK war durch Dennis Michels zwar früh in Führung gegangen, verbuchte aber ansonsten keine Vorteile. „Spielerisch haben wir die Partie bestimmt“, sagte Augustin. „Katzweiler hat nur unsere Fehler ausgenutzt.“ Bis kurz vor der Pause besaß seine Mannschaft jedoch nur eine klare Chance: Einen Schuss von Leon Dorsheimer lenkte Jonas Diehl mit den Fingerspitzen um den Pfosten. Bevor es aber in die Kabine ging, tauchte Michael Steffens frei vor dem SVK-Schlussmann auf, wurde gefoult und verwandelte selbst den Elfmeter zum Ausgleich. Auf die Aufstiegsspiele warten Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Niersteiner spielerische Lösungen, allerdings fehlte ihnen im letzten Drittel die Laufbereitschaft, um Profit aus ihren Anstrengungen zu ziehen. „Katzweiler war griffiger“, musste Augustin eingestehen, das 1:2 durch Marcel Meinen war die Folge. Eine kurze Powerplayphase nutzten die Rheinhessen zum Ausgleich. Sie behaupteten den zweiten und dritten zurückprallenden Ball, ein Heber auf Steffens schuf freie Bahn, und der überwand der Keeper mit einem Lupfer und rettete seine Mannschaft mit seinem zweiten Treffer in die Verlängerung. Der SV Katzweiler ist damit definitiv abgestiegen. In der Begegnung der Gewinner der ersten Runde setzte sich der Ludwigshafener SC mit 3:1 (0:0) gegen die SpVgg Nahbollenbach durch und bleibt damit Bezirksligist. Der Klub aus dem Hunsrück und der VfR Nierstein müssen hoffen, dass die Ergebnisse der Aufstiegsspiele zur Verbands- und Oberliga in ihrem Sinne ausfallen. Alle Artikel von Fußball (Amateure)