Zweite Bundesliga Damen | Peter H. Eisenhuth | 31.10.26

Ein Gegner mit Golembiewski-Verschnitt

Die Zweitligabasketballerinnen des ASC Mainz empfangen am Samstag (17 Uhr) die Bamberg Baskets mit der herausragenden Jackie Grisdale. Obendrein gilt es, gegnerische Offensivrebounds zu verhindern.
Svea Rehders' Aufgabe wird es sein, die Kreise der Bamberger Topscorerin Jackie Grisdale einzuschränken.
Svea Rehders' Aufgabe wird es sein, die Kreise der Bamberger Topscorerin Jackie Grisdale einzuschränken. | Bernd Eßling

Mainz. Dass Paris Kirk im Sommer am Theresianum gelandet ist, verdankt sie zu großen Teilen Elise Tweedie. Zwar kennen die beiden Spielerinnen einander nicht – aber die Britin in Diensten der Bamberg Baskets ist eine der Akteurinnen, derentwegen der ASC Mainz sich zu dieser Saison mit einer Importspielerin für die Centerposition verstärkt hat.

„Tweedie hat uns vorige Saison mit ihrem 1,92 Meter vor große Probleme gestellt“, sagt Trainer Aron Duracak, „sie hat nicht übermäßig gepunktet, aber ihrer Mannschaft mit vielen Offensivrebounds immer wieder zweite Chancen kreiert.“ Das sollen Kirk und Raili Bast unterbinden, wenn der Tabellenführer am Samstag (17 Uhr) im TH aufläuft. Wobei die Topposition noch nicht viel zu sahen hat – inklusive der Mainzerinnen stehen sechs Klubs mit drei Siegen aus vier Partien da.

Das volle Paket

Die englische Centerin ist freilich nicht die einzige Bambergerin, auf die Duracaks Frauen ein besonderes Augenmerk haben müssen. In erster Linie gilt es Jackie Grisdales Kreise einzuschränken; die US-Amerikanerin ist der Fixpunkt der Baskets. Der Mainzer Trainer vergleicht sie mit Taylor Golembiewski, die vorige Saison das Spiel seiner Mannschaft prägte. „Sie kann Dreier werfen, zum Korb ziehen, dribbeln – das volle Paket.“

Grisdale, die im Schnitt 38 Minuten auf de Feld steht und 26 Punkte erzielt, sei eine der komplettesten Spielerinnen der Liga. Sie am Werfen zu hindern oder besser noch daran, überhaupt den Ball zu bekommen, sie bei 15 oder 16 Zählern zu halten, sei die Voraussetzung für einen Mainzer Erfolg. „Da hat Svea Rehders eine große Aufgabe.“

Entspannt ins Spiel

Respekt hat der ASC-Coach auch vor den jungen deutschen Spielerinnen der Gäste. Zum Beispiel vor Emilie Dohrmann, dem Neuzugang aus Göttingen, die den Ausfall der 18 Jahre alten Kreuzbandpatientin Emma Rettinger im Aufbau kompensiert.

Getrennt haben sich die Franken indes offenbar von der erst im Sommer verpflichteten Montenegrinerin Andrea Jovicevic, dem bislang dritten Profi im Kader. „Von den Zahlen her sah sie gut aus“, sagt Duracak. „Ich weiß nicht, ob sie die Position neu und noch stärker besetzt haben.“

Insgesamt betrachtet er die Bambergerinnen ähnlich wie seinen Kader. „Ein komplettes Team mit einigen Leadern und vielen jungen Talenten. „Was uns unterscheidet, ist Grisdale.“ Daher gehe der ASC auch nicht als Favoritin in die Begegnung. „Wir sind ganz entspannt“, sagt Duracak, „wir freuen uns auf ein gutes Spiel und hoffen, die Gäste ärgern zu können.“

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