Verbandsliga | Peter H. Eisenhuth | 07.03.14

Eberhardt: „Müssen müssen wir gar nix“

Verbandsliganeuling Fortuna Mombach, am Sonntag Gastgeber des FV Dudenhofen, möchte seinen zweiten Tabellenplatz gerne verteidigen, hat aber im Kampf um den Aufstieg keinen Druck.

Mombach. Ein gelungener Auftakt ins Fußballjahr 2014 sieht anders aus. Aber was soll dabei herauskommen, wenn man „alle Tugenden, die wir brauchen, vermissen lässt“, wie Thomas Eberhardt sagt? Wenn man „in den Zweikämpfen und bei den zweiten Bällen immer nur zweiter Sieger“ ist. „Dann muss man sich nicht wundern“, räumt der Trainer des Fußball-Verbandsligisten Fortuna Mombach ein. Zumindest nicht über die 0:2-Niederlage im Nachholspiel beim SV Morlautern am vorigen Wochenende. „Das Ergebnis war hart, aber ehrlich.“

Doch Eberhardt ist auch davon überzeugt, dass der Denkzettel im ersten Spiel nach der Winterpause nicht ohne Konequenzen bleiben wird. „Die Jungs werden eine Reaktion zeigen wollen“, sagt er vor dem sonntäglichen Heimspiel gegen den FV Dudenhofen (Anstoß: 15 Uhr). Vielleicht, sinniert der Trainer des Tabellenzweiten, hätten zu viele seiner Akteure geglaubt, dass sich auch mit reduziertem Aufwand etwas erreichen lasse. „Aber das geht nicht. Alles, was wir in dieser Saison erreicht haben, haben wir uns hart erarbeitet. Wir müssen immer 100 Prozent geben. Das haben wir in Morlautern nicht gemacht.“

Saisonziel längst erreicht

Dass der zweite Tabellenplatz für den Aufsteiger womöglich eine Belastung darstellt, glaubt Eberhardt nicht. „Müssen müssen wir gar nix“, schafft er das Thema eines möglichen Aufstiegsdrucks gleich aus der Welt. Ziel der Fortuna sei der Klassenverbleib gewesen; den hat der Klub längst in der Tasche. Selbstverständlich sei dies kein Grund, die Füße hochzulegen, betont Eberhardt. „Wir haben die Möglichkeit, oben dranzubleiben. Wir ruhen uns nicht aus, und es wäre eine super Sache für den Verein, wenn wir oben blieben. Aber das war nicht unser Anspruch. Deshalb haben wir keinen Druck.“

Im Heimspiel gegen den FV Dudenhofen wollen die Mombacher auf ihrem Kunstrasen zeigen, dass sie nach wie vor in der Lage sind, gepflegten, attraktiven und erfolgreichen Fußball zu spielen. „Wir werden es dem Gegner schwermachen, leicht in die Zweikämpfe zu kommen.“

Ungeachtet der eigenen Ausgangsposition: Den Titelkampf hält Thomas Eberhardt für entschieden. „Schott kann sich wahrscheinlich nur selbst schlagen“, sagt der Fortuna-Trainer über den Nachbarn von der Karlsbader Straße, dessen Vorsprung sieben Punkte beträgt. „Wenn die nicht viele Verletzte haben, wird die keiner mehr aufhalten.“

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