Landesliga | Guido Steinacker | 14.03.14 Diesmal will sich die SVW für ihre Kampfeslust belohnen Heimspielpremiere in diesem Jahr für Fußball-Landesligist SVW Mainz: Auf dem heimischen Rasenfeld lockt am Sonntag (15 Uhr) die große Chance, sich durch einen Sieg über die nur zwei Punkte und zwei Plätze besser dastehende Hassia aus Bingen aus dem dicksten Abstiegsgetümmel zu entfernen. Weisenau. Angeblich gleichen sich die Ungerechtigkeiten, die sich während eines Fußballspiels gegen eine Mannschaft anhäufen können, im Laufe einer Saison irgendwann aus. Wenn das stimmt, hat Fußball-Landesligist SVW Mainz seit dem vergangenen Wochenende etwas zu erwarten. Die als ungerecht empfundene, von einigen unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen begleitete 0:1-Niederlage bei Wormatia Worms II war besonders ärgerlich, weil sie einen erfolgreichen Auftakt in die Restsaison verdarb. Und der wäre so wertvoll gewesen im Abstiegskampf. Der große Motivationsschub durch ein Erfolgserlebnis bei einem solch starken Gegner blieb somit aus. Dennoch hat SVW-Trainer Bert Balte keinen Grund, an einem ähnlich hoch motivierten nächsten Auftritt zu zweifeln. Den wollen die Spieler am Sonntag (15 Uhr) gegen Hassia Bingen abliefern. Binger siegten erstmals seit Oktober Diesmal gibt es zwar keine Gelegenheit, sich gegen ein deutlich besser platziertes Team zu beweisen. Dafür wären die Punkte gegen den Verbandsligaabsteiger besonders wertvoll, weil sie gegen einen direkten Konkurrenten geholt würden. Die Binger feierten, und das wurde höchste Zeit, vergangenes Wochenende beim 2:1 gegen den SV Gommersheim den ersten Sieg seit Mitte Oktober, damals ein 1:0-Auswärtserfolg bei Fontana Finthen. Der Sieg gegen den Tabellenvorletzten auf eigenem Platz war keine Demonstration einer grundlegenden Genesung, denn die Hassia brauchte einen Strafstoß von Neuzugang Enes Sovtic in der Nachspielzeit um die Partie im letzten Moment zu drehen. Nach der eher unverdienten Niederlage im Nachholspiel gegen den VfB Bodenheim war auch dieses Spiel für die Hassia trotz der drei Punkte keineswegs der erhoffte Befreiungsschlag, bestenfalls ein kleiner Schritt, sich zu fangen. „Das war ein glücklicher Erfolg für die Binger, aber wir haben keinen Grund, sie zu unterschätzen“, sagt Bert Balte. Den starken kämpferischen Auftritt in Worms möchte er am Sonntag noch einmal erleben. Und trotz des Heimspiels wird sich an der Präferenz der defensiven Kontrolle nichts ändern. Ein frohgemutes Anrennen auf den Binger Kasten sieht Balte nicht als erfolgversprechend an, obwohl ihm im Japaner Keita Mihara nun ein Offensiver zur Verfügung steht, „der ein Spiel auch mal entscheiden kann“. Bei den Standards besser aufpassen Mit derselben Aufmerksamkeit und Einsatzbereitschaft verteidigen wie in Worms, dazu bei den Standards besser aufpassen – damit sollte die Null schon mal stehen, plant Balte. Aber natürlich soll dann auch nach vorne etwas gehen. Da wird sich im Team vielleicht noch etwas entwickeln, ist der Trainer zuversichtlich. Max Schönle könne die Antreiberrolle übernehmen. Und Tobias Porth, der dafür bekannt ist, gerne den Ball aus dem defensiven Bereich energisch nach vorne zu bringen, „kann sich noch steigern“, findet Balte. Dem Naturrasenplatz auf der Weisenauer Bezirkssportanlage, gerne mal ein Problemfall in kalten und feuchten Jahreszeiten, hat der milde Winter sehr gut getan. „Der sieht sehr gut aus“, berichtet Balte. Und weil ihm am Sonntag sein Kader komplett zur Verfügung steht, spricht nichts gegen ein intensives, interessantes Kampfspiel zweier Traditionsklubs, die sich alle Mühe geben wollen, die siebte Klasse zu halten. Alle Artikel von Fußball (Amateure)