Bezirksliga | Gert Adolphi | 01.08.17 Die Wohlfühloase ist Vergangenheit VOR DEM ANPFIFF (IV): Die SVW Mainz hat sich schnell mit dem Abstieg aus der Landesliga arrangiert und setzt sich für das Aufbaujahr in der Bezirksliga nicht nur sportliche Ziele. Die SVW Mainz in der Bezirksliga 2017/18: Oben von links: Max Sutor, Niklas Wetz, Sebastian Lindberg, Manuel Iglesias, Julian Peters, Johannes Besier, Thorsten Kleber. Stehend von links: Jochen Walter (Trainerteam), Derrick King, Thomas Mirkes, Christoph Kleber, Robin Lehman, Nico Huber, Betreuer Irmbert Schuler. Sitzend von links : Trainer Michael Horn, Jan Gabel, Emilio Doleschy, Paul Bienefeld, Axel Schulze, Julian Hornetz, Dominik Higi, Betreuer/Zeugwart Emil Poller. Es fehlen: Benedikt Arndt, Frank Kloos, Marcel Vanhofen, Tim Gabel, Claudius Neuser, Daniel Wolf, Pascal Ries, Murat Akkaya (Trainerteam). | SVW Mainz Weisenau. Ganz überraschend traf die SVW Mainz der Abstieg in die Fußball-Bezirksliga nicht. Schon in der vorherigen Saison hielten sich die Weisenauer in der Landesliga nur knapp über dem Strich. „Jetzt ist es mal passiert“, sagt Michael Horn. Und der Verein nutzt die Situation zu einem Umbruch. „Uns bleibt im Endeffekt nichts anderes übrig“, räumt der Trainer ein. „Als ich die Mannschaft übernommen habe, war sie gut austrainiert, aber es war kein Team. Das Gefüge hat nicht gestimmt. Es fehlten die Führungsspieler.“ Seine Akteure müssten wieder lernen, was im Amateurfußball wichtig sei, dass es ein Miteinander geben müsse, ein Geben und Nehmen. „Die Wohlfühloase Weisenau hat nichts gebracht“, sagt Horn. 14 Abgängen stehen 15 Zugänge gegenüber. Ein Großteil der Neuen im Aufgebot – neun Spieler insgesamt – kommt aus dem eigenen Nachwuchs, sie müssen jetzt den Sprung aus der A-Junioren-Verbandsliga in die Bezirksliga der Männer schaffen. „Die Jungs müssen ins Training kommen, dann geht es auch weiter“, sagt Horn. „Wir wollen den Weg in den nächsten zwei Jahren gemeinsam gehen. Momentan bin ich sehr zufrieden.“ Dem Coach ist klar, dass es zunächst nicht immer einfach sein wird. Doch dieses Problem hätten auch andere Vereine. In Ruhe weiterarbeiten Priorität in der Vorbereitung hat, dass der Kader zusammenfindet, sich als Team versteht, innerhalb dessen sich eine Hierarchie ausbildet. Wenn dann die Runde beginnt, wollen die Weisenauer schauen, dass sie möglichst schnell die unteren Tabellenregionen hinter sich lassen, um in Ruhe weiterarbeiten zu können. „Wir sind vom Kader überzeugt“, sagt Horn. „Wir werden keinen Druck aufbauen. Die Jungs sollen auch ihre eigenen Ideen einbringen.“ Dem Trainer schwebt ein 4-3-3-System vor. Entscheidend soll aber sein, wie die Spieler eine Formation mit Leben ausfüllen können. „Wir sind nicht so blauäugig, uns nur auf ein System festzulegen“, sagt Horn. „Wir werden uns sicher auch ab und zu am Gegner ausrichten.“ Er favorisiert eine Spielweise, die auf einer sicheren Abwehr basiert. Im Umschaltspiel soll die Mannschaft dann für Torgefahr sorgen. Das könnte ein Pfund des Absteigers werden, hofft Horn. „Wir haben ein paar schnelle Leute für die Offensive.“ Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier. Alle Artikel von Fußball (Amateure)