2. Bundesliga Damen | Stefan Wasmer | 21.03.14

Die Mischung könnte auch in der Zweiten Liga passen

Frauen-Regionalligist TSV Schott Mainz hat alle bisherigen 13 Saisonspiele gewonnen. Den nächsten Schritt hin zum Aufstieg will das Team von Trainer Mischa Lautenschläger am Samstag gegen den 1.FC Saarbrücken II machen.
36 Punkte aus zwölf Spielen haben Annika Leber (r.) und die Schott-Fußballerinnen bislang eingefahren. Am Samstag soll der nächste Schritt Richtung Zweite Liga erfolgen.
36 Punkte aus zwölf Spielen haben Annika Leber (r.) und die Schott-Fußballerinnen bislang eingefahren. Am Samstag soll der nächste Schritt Richtung Zweite Liga erfolgen. | Bernd Eßling

Gonsenheim. Diese Winterpause der Regionalliga Südwest hatte sich gewaschen. Mehr als dreieinhalb Monate lagen für die Fußballerinnen des TSV Schott Mainz zwischen dem letzten Punktspiel im Jahr 2013 und dem 2:0-Sieg beim SV Dirmingen am vorigen Wochenende. Zum ersten Liga-Heimspiel des Jahres gastiert am Samstag der 1. FC Saarbrücken II an der Karlsbader Straße (Anstoß: 14 Uhr).

Die ausgedehnte Winterruhe ist ein umstrittenes Thema in der Liga. Klar ist zudem, dass sich der TSV Schott im alten Jahr mit zwölf Siegen aus zwölf Partien und 73:4 Toren in einem herausragenden Flow befanden. Da kam das lange Ruhen des Balles also nicht zum günstigsten Zeitpunkt. „Für uns war die Pause nicht so problematisch“, sagt Schott-Trainer Mischa Lautenschläger trotzdem. „Wir konnten uns sorgfältig und gut vorbereiten und freuen uns auf die restlichen Punktspiele.“

Zwei Zugänge aus dem Reserveteam

Personell hat sich bei den Mainzerinnen im Winter fast nichts getan. „Wir vertrauen den Spielerinnen, die den bisherigen Weg mit uns gegangen sind“, betont der Coach. Auch Sharon Klitzsch, deren Auswanderungspläne sich zerschlagen haben, bleibt Teil der Mannschaft. Neu dabei sind in Torhüterin Sophie Klein und Mittelfeldspielerin Lisa-Marie Lauter, die in Dirmingen bereits zum 18er-Kader gehörte, zwei Spielerinnen aus der eigenen Reserve.

Viel größer würde der Umbruch auch im Falle des ersehnten Aufstiegs in die Zweite Bundesliga nicht ausfallen. „Um uns an das höhere Niveau anzupassen, würden wir den einen oder anderen Neuzugang dazunehmen“, erläutert Lautenschläger. „Ein gutes Gerüst haben wir aber jetzt schon. Der Großteil des Teams bliebe unverändert.“

Chiara Loos greift wieder an

Überraschend kommen diese Aussagen nicht. Lautenschläger hat hochveranlagte Jungspunde wie die modernen Flügelspielerinnen Nadine Bechtel und Lucienne Loy oder die nahezu perfekt harmonierenden Angreiferinnen Nadine Anstatt und Annika Leber zur Verfügung. Toptalent Chiara Loos greift nach ihrem Verletzungspech wieder an. Dazu kommen mit Stefanie Wagner oder Kapitänin Deniz Özer Akteurinnen, die bereits höherklassige Erfahrung aufweisen können. Eine gute Mischung mit Entwicklungspotenzial, die auch in der Zweiten Liga passen könnte.

Ganz so weit ist es aber noch nicht. „Wir sind noch nicht aufgestiegen“, warnt Lautenschläger trotz zehn Zählern Vorsprung auf den 1. FFC Montabaur. Den nächsten Schritt will der Tabellenführer gegen den Tabellenfünften machen. „Das Hinrundenspiel in Saarbrücken war eines der schwierigsten Spiele in der bisherigen Saison“, erinnert sich der 38-Jährige. „Wir schauen aber nur auf unsere Leistung und spielen voll auf Sieg.“

Fehlen werden der Werkself die langzeitverletzte Innenverteidigerin Teodora Dragoescu (Kreuzbandriss) sowie Özer (Sprunggelenks-OP). Birte Richter und Fiona Röhrig können nach ihrer Grippe dagegen wieder auflaufen.

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