Verbandsliga | Peter H. Eisenhuth | 21.03.14

Der Gegner hat mehr Tradition als Perspektive

90 Prozent Leistung reichen nicht, sagt Thomas Eberhardt, der Trainer des Fußball-Verbandsligisten Fortuna Mombach. Der Tabellenzweite bekommt es am Sonntag auf eigenem Platz mit Südwest Ludwigshafen zu tun.

Mombach. Eines stellt Thomas Eberhard gleich zu Beginn klar: „Es bringt uns gar nichts, auf die Tabelle zu gucken“, betont der Trainer des Fußball-Verbandsligisten Fortuna Mombach vor dem sonntäglichen Spiel gegen Südwest Ludwigshafen (Anstoß: 15 Uhr). „Das habe ich auch schon meiner Mannschaft gesagt.“

Zwar hat der Gegner mehr Tradition als Perspektive – die Ludwigshafener rangieren derzeit unmittelbar vor den Abstiegsplätzen –, „aber abstiegsbedroht waren sie in den letzten Jahren öfter und haben sich trotzdem immer wieder befreit. Und die werden auch bei uns nicht ohne Punkte wegfahren wollen“.

Noch Steigerungspotenzial

Zudem verfüge die Mannschaft über einige exzellente Kicker. Torwart Hamdi Koc beispielsweise sei ein Typ wie Fortuna-Keeper Pasquale Patria, Stürmer Sencer Koc, einst für Ataspor und Wormatia Worms aktiv, ein stets gefährlicher Torjäger. „Da gibt es für uns überhaupt keinen Grund, nachlässig zu sein“, sagt Eberhardt. „Wenn wir denken, 80 oder 90 Prozent Leistung würden reichen, endet das so wie in Morlautern.“

Dort waren die Mombacher im ersten Spiel nach der Winterpause mit 0:2 geschlagen worden. Seither jedoch bescheinigt Eberhardt seinen Akteuren einen konstanten Leistungsanstieg. Beim 2:2 gegen den FV Dudenhofen folgte auf eine herausragende erste eine nur noch ordentliche zweite Halbzeit, zuletzt beim 3:0-Erfolg in Hohenecken „hatten wir nur noch kurze Phasen, in denen wir nicht so aufgetreten sind, wie ich mir das vorstelle“, sagt der Trainer. „Wir haben immer noch Steigerungspotenzial.“ Am Sonntag soll die Mannschaft es ausschöpfen.

Trainingsleistungen sind entscheidend

Dass der Tabellenzweite vorigen Sonntag in der Lage war, auf einem schlechten Platz guten Fußball zu spielen, sollte ein gutes Zeichen für die Partie gegen Südwest Ludwigshafen sein. Ebenso die Tatsache, dass der Konkurrenzkampf bei 19 Feldspielern und drei Torhütern im Training auf hohem Niveau stattfindet. „Die Jungs wissen, dass sie sich nur über die Trainingsleistung ins Team spielen können“, sagt Eberhardt. „Unsere Woche geht von Montag bis Sonntag, danach analysieren wir das Spiel, und dann interessiert mich die Leistung von letzter Woche nicht mehr, sondern nur noch das, was die Jungs in der neuen Trainingswoche zeigen.“

Alle Spieler fit – das kann den Coach des Tabellenzweiten durchaus vor eine schwierige Wahl bei der Zusammenstellung der Anfangsformation stellen. „Aber“, sagt Eberhardt, „mir ist es lieber, ich muss solch schwere Entscheidungen treffen, als dass jemand verletzt ist.“

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