Landesliga | Guido Steinacker | 16.03.14

Chancenarmut auf beiden Seiten

Das war kein Augenschmaus, dieser Jahresauftakt der SVW Mainz vor eigenem Publikum. Gegen Hassia Bingen tat sich vor den Toren herzlich wenig, das 0:0 war das fast logische Ergebnis.
Agil, wendig, schnell: SVW-Neuzugang Keita Mihara (r.) ist auch für akrobatische EInlagen gut. Bei der Heimpremiere mit der SVW Mainz konnte er sich aber genausowenig gegen die Hassia-Abwehr durchsetzen wie seine Kollegen.
Agil, wendig, schnell: SVW-Neuzugang Keita Mihara (r.) ist auch für akrobatische EInlagen gut. Bei der Heimpremiere mit der SVW Mainz konnte er sich aber genausowenig gegen die Hassia-Abwehr durchsetzen wie seine Kollegen. | Foto: Guido Steinacker
Weiter vorne als bisher spielt jetzt Edin Beslic (r.). Auf der linken Seite hatte er mit seinen Vorstößen wenig Glück.
Weiter vorne als bisher spielt jetzt Edin Beslic (r.). Auf der linken Seite hatte er mit seinen Vorstößen wenig Glück. | Foto: Guido Steinacker
Von rechts hatte Tobias Porth (l.) eine Einschusschance, wurde aber geblockt.
Von rechts hatte Tobias Porth (l.) eine Einschusschance, wurde aber geblockt. | Foto: Guido Steinacker
Cihad Tasci bei der besten Chance der SVW im Spiel gegen die Hassia - am Gestänge blieb der Ball hängen.
Cihad Tasci bei der besten Chance der SVW im Spiel gegen die Hassia - am Gestänge blieb der Ball hängen. | Foto: Guido Steinacker

Mainz. Es war eine Partie, die so endete, wie es sich schon in den ersten Minuten angedeutet hatte. Nein, dieses 0:0 im Landesligaspiel zwischen der SVW Mainz und Hassia Bingen war kein Leckerbissen für Freunde von Torszenen und großen Spannungsbögen. „Bemüht" könnte man den Auftritt der Teams auf dem schlecht zu bespielenden Weisenauer Rasen nennen, die entsprechende Einordnung nach der Zeugnissprache trifft auch hier zu.

„Das war kein gutes Niveau, von beiden Mannschaften nicht", bekannte SVW-Trainer Bert Balte, der nach zwei Partien in diesem Jahr weiter auf den ersten Treffer seines Teams wartet. Dass das Augenmerk der Weisenauer derzeit stärker auf die Defensive legt, verschweigt er nicht. Dass darüber hinaus aber fast gar nichts Konstruktives in Richtung gegnerisches Tor läuft, ist natürlich nicht Teil des großen Plans. 

Ständige Ballbesitzwechsel

„Uns fehlt leider die Durchschlagskraft, wir kommen nicht so nach vorne, wie wir es wollen", sagte er. Ein Gegner des ballführenden Teams war in der Mehrzahl der Fälle schneller am Ball als der Passempfänger, und das bedeutet nun einmal ständigen Ballbesitzwechsel. Von denen gab es nach dem Geschmack der Anhänger beider Mannschaften viel zu viele in diesem Mittelfeldduell zweier Mannschaften aus dem unteren Mittelfeld.

Einer Szene trauerten die Weisenauer allerdings hinterher, die gut und gerne den Führungstreffer hätte bedeuten können. Cihad Tasci stibitzte der Hassia-Innenverteidigung den Ball beim Aufbauversuch, frei stand er vor dem Binger Tor und traf nur den Außenpfosten (30.). Weil der Ball auch bei dieser einzigen Großchance der SVW letztlich nicht aufs Tor kam, blieb Gästekeeper Pascal Eder an diesem geruhsamen Tag komplett ungeprüft. Tascis Schuld war das nicht, die Angriffsversuche erreichten ich einfach nie abschlussreif.

Am Ende sogar noch Glück benötigt

Die Binger hatten in der ersten Halbzeit überhaupt keine Beschäftigung für ihren Ex-Kollegen im Weisenauer Tor, Axel Schulze. Erst in der Schlussphase, als beide Teams das Tempo noch einmal anzogen, kamen einige wenige Szenen vor dem SVW-Tor zustande. Die beste vergab Aleksandre Kitia, dessen 18-Meter-Knaller ganz knapp rechts am Weisenauer Tor vorbeiflog. „In der einen oder anderen Situation hatten wir dann zweifellos etwas Glück", gab Balte zu.

Glück ist freilich kein Verbotenes Hilfsmittel. Allerdings kein verlässlicher Partner im Überlebenskampf in der Landesliga. Gesucht wird Torgefährlichkeit, die auch der Hoffnungsträger im SVW-Offensivbereich, der Japaner Keita Mihara, bei seiner Heimpremiere nicht zu bieten hatte.

SVW Mainz: Schulze - Stützel, Sutor, Friedel, Kleber - Beslic, Onyejekwe, Porth (70. Ruml), Mihara (65. Kleinschmitt), Schönle - Tasci (86. Derdemez).

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