Landesliga | Guido Steinacker | 09.10.17 Das derzeit stärkste Heimteam der Liga Auch ohne Glanzleistung setzte Landesligist TSG Bretzenheim 46 seine Erfolgssserie auf eigenem Platz fort. Der 2:0 (1:0)-Sieg über den SV Geinsheim war nach den beiden Treffern ungefährdet. Jonas Gangl traf wie schon bei seinem Debüt vor dem eigenen Publikum auch in seinem zweiten Heimspiel für die TSG Bretzenheim. | Bernd Eßling Das Führungstor erzielte Gangl an SVG-Torwart Sebastian Schindler vorbei aus acht Metern. | Guido Steinacker Atsuhsi Kikutani nutzte eine Vorlage Gangls nach knapp einer Stunde zur Vorentscheidung. | Bernd Eßling Timo Ernst absolvierte seine erste Partie in dieser Saison über 90 Minuten. | Bernd Eßling Bretzenheim. Eine Galavorführung war er nicht gerade, dieser vierte Heimsieg der TSG Bretzenheim 46. Durch das 2:0 (1:0) über den SV Geinsheim übernahmen die 46er die Tabellenführung – solange sie auswärts nichts zustande bringen, vorerst freilich nur die der Heimtabelle. „Es war kein besonders gutes Spiel, aber wir hatten das Chancenplus und haben daher verdient gewonnen“, fand TSG-Trainer Timo Schmidt. Die Geinsheimer hatten weder Pascal Nebel noch Christoph Appel dabei, das spielte den Bretzenheimer in der Defensive natürlich in die Karten. Dennoch konnten die Gastgeber nicht sorglos nach vorne agieren, denn ansatzweise wurde es durchaus gefährlich, wenn die Gäste den Ball in die Strafraumnähe brachten. Die Präzision zumindest mancher Bretzenheimer Kombinationen ging den Geinsheimern allerdings ab. Durch den Ausfall von Dennis Ohlef kam der A-Jugendliche Navid Khazaei auf der rechten Mittelfeldseite zu seinem Landesligadebüt, „ein Glanzauftritt“, war Schmidt sehr zufrieden mit dem nächsten Nachwuchsmann, der damit begonnen hat, sich an die Aktiven heranzuarbeiten. Ernst mit der ersten Großchance Timo Ernst, der erstmals in dieser Saison über die vollen 90 Minuten spielte, hatte die erste Großchance auf dem Fuß, als er nach einem Stolperer von SV-Verteidiger Yannick Schindler plötzlich freie Bahn auf das Gästetor hatte, auch einen Heber über Keeper Sebastian Schindler hinbekam, aber neben das Tor zielte (23.). Besser machte es zehn Minuten vor der Pause Jonas Gangl, der von der rechten Kante des Fünfmeterraumes aus am herausstürmenden Schindler vorbei ins leere Tor zielte und traf. Einen zweiten Abschluss Gangls von der linken Seite lenkte Schindler mit Mühe über die Latte (40.). Das waren genügend Szenen, um von einer hochverdienten Bretzenheimer Pausenführung zu sprechen. Nach dem Wechsel unstrukturiert Nicht so gut gefallen hat Schmidt die Anfangsphase der zweiten Hälfte, „das war ein etwas unstrukturiertes Hin und Her“, beklagte er den Verlust der spielerischen Linie. Und doch klappte es eine Viertelstunde nach Wiederbeginn mit der Vorentscheidung, als Gangl über die rechte Seite anlief, in die Mitte passte und dort Atsushi Kikutani bediente (2:0, 59.). „Damit war das Spiel gelaufen“, sagte Schmidt trotz der verbleibenden halben Stunde. Die Geinsheimer hatten lediglich noch einen Freistoß zu bieten, bei dem Nico Mock sein Können zeigen musste. Und schon blickt der TSG-Trainer voller Vorfreude auf die Aufgabe, sich als erstes Team am Sturz des neuen Tabellenführers TuS Marienborn zu versuchen. Auch, wenn das Derby nach den bisherigen Saisonergebnissen den eindeutigen Nachteil hat, dass es für die 46er eine Auswärtsaufgabe wird. Alle Artikel von Fußball (Amateure)