Zweite Bundesliga | Gert Adolphi | 12.12.25

Bilanzen sprechen für 05

Die Mainzer werden als Tabellenführer der Zweiten Tischtennis-Bundesliga in die Weihnachtspause gehen. Zuvor wollen sie ihre Stellung beim TTC Hohenstein-Ernstthal untermauern.
Albert Vilardell könnte in Ernstthal auf seinen spanischen Landsmann und Trainingspartner Miguel Nunez Tapia treffen.
Albert Vilardell könnte in Ernstthal auf seinen spanischen Landsmann und Trainingspartner Miguel Nunez Tapia treffen. | Bernd Eßling

Mainz. Die Tabellenführung ist den Zweitliga-Tischtennisspielern des FSV Mainz 05 vor dem letzten Hinrundenspiel nicht zu nehmen. Mit einem Sieg am Sonntag beim TTC Hohenstein-Ernstthal würden sie ihren Vorsprung auf den zweitplatzierten TSV Windsbach auf drei Punkte vergrößern. Trainer Felix-Schmidt-Arndt hält den Ausgang der Partie für völlig offen: „Das ist ein klassisches 50:50-Spiel.“

Die Zahlen weisen seine Mannschaft allerdings als Favoriten aus. Die TTC-Spieler auf den ersten drei Positionen des Meldebogens weisen eine negative Ausbeute auf. Tseng Tzu-Yu hat lediglich eines seiner acht Einzel gewonnen, Carlos Mühlbach war bei 14 Versuchen zweimal erfolgreich. Der seltener eingesetzte Byunghyeon Kim kommt auf einen Wert von 2:4.

„Vorne fallen die Ernstthaler etwas ab“, konstatiert Schmidt-Arndt. „Ich hätte sie besser eingeschätzt, als es die Bilanzen hergeben.“ Insbesondere Spitzenspieler Tseng habe er stärker in Erinnerung. Daniel Berzosas Sieg gegen den bis dahin ungeschlagenen Wim Verdonschot von Union Velbert am vorigen Wochenende habe allerdings gezeigt, dass alle Spieler Formschwankungen unterliegen und der Ausgang eines Matches davon abhängt, wie man mit einem Gegner zurechtkommt.

Brutal volle Halle

Ein Selbstläufer werde die Begegnung daher nicht. „Es kann sein, dass oben ein, zwei Punkte weggehen“, sagt der 05-Trainer. „Aber mit einem 2:2 will ich da schon rausgehen.“

Obwohl die sächsischen Spieler, die für das hintere Paarkreuz infrage kommen, bislang deutlich besser abschnitten als ihre Kollegen, sieht Schmidt-Arndt seine Mannschaft in diesem Bereich leicht im Vorteil. Vermutlich kommt es zu einem Duell zweier Spanier: Der Mainzer Albert Vilardell trifft auf Miguel Nunez Tapia, die beiden kennen sich vom gemeinsamen Training in der Heimat. „Unten wird entscheidend sein, wer besser reinkommt“, sagt Schmidt-Arndt. Wichtig seien auch die Eingangspartien – mindestens ein Doppel müssten seine Leute für sich entscheiden.

Nicht beeindrucken lassen dürfen sich die Mainzer von der Kulisse, 300 bis 400 Fans unterstützen den TTC regelmäßig. „Dort ist es brutal voll und deshalb nicht einfach zu spielen“, sagt Schmidt-Arndt und erinnert an die vorige Saison. Damals setzten sich die 05er in Ernstthal mit Hängen und Würgen mit 6:4 durch.

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