Bundesliga | gert adolphi | 19.11.17

Bichinashvili findet Nackenheimer Protest lächerlich

Hätte Gabriel Stark gar nicht antreten dürfen? Alemannia will 11:25-Niederlage gegen den ASV Mainz 88 nicht akzeptieren.
Hält das Nackenheimer Vorgehen für unseriös: 88-Cheftrainer Davyd Bichinashvili.
Hält das Nackenheimer Vorgehen für unseriös: 88-Cheftrainer Davyd Bichinashvili. | Bernd Eßling

Laubenheim. Der SV Alemannia Nackenheim hat Protest gegen die Wertung des Bundesligakampfes gegen den ASV Mainz 88 eingelegt, den der Aufsteiger am Samstagabend mit 11:25 verlor. Auslöser dafür war das Duell im Greco-Halbschwergewicht zwischen Denis Kudla und Gabriel Stark.

Der Mainzer hatte sich von Kudla einmal von der Matte schieben lassen, dann auf seinen bandagierten Arm gedeutet und aufgegeben. Das Problem: Sollte die Verletzung nicht auf das unmittelbare Kampfgeschehen zurückzuführen sein, müsste Stark nachträglich aus dem Aufgebot gestrichen werden. Damit hätten die 88er nur noch fünf deutsche Ringer auf die Matte geschickt – sechs sind gefordert. Der Mainzer Sieg würde in eine 0:40-Niederlage umgewandelt.

„Ich kann das als Kampfrichter nicht entscheiden“, sagte Mattenleiter Jörg Bolldorf. „Ich bin kein Arzt. Denis ist über Starks Arm gekommen. Da kann eine Verletzung passieren. Insofern weiß ich nicht, wie das zu werten ist.“

88-Trainer hörte es knacken

Die Nackenheimer wendeten allerdings ein, Kudla habe seinen Angriff über den gesunden Arm seines Gegners gestartet. Dem hielt Davyd Bichinashvili entgegen: „Es hat gleich im Ellbogen geknackt. Deshalb hat Gabi aufgegeben. Der Schiedsrichter hat das genau gesehen.“

Der Mainzer Cheftrainer räumte ein, Stark sei leicht verletzt in den Kampf gegangen. Den Protest der Nackenheimer aber konnte er in keiner Weise nachvollziehen. „Das ist lächerlich“, sagte Bichinashvili. „Das kann ich nicht ernstnehmen. Das ist unseriös.“

Ob Stark längere Zeit ausfallen und den Mainzern möglicherweise auch in den Play-offs fehlen wird, vermochte er nicht einzuschätzen. „Wir wissen noch nicht, wie schwer die Verletzung ist. Sie muss untersucht werden.“

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