red | 20.09.2017

Bereit für das große Finale

Der letzte große Wettbewerb der Minigolfsaison ist geichzeitig ihr Höhepunkt. Im kroatischen Nin treffen sich die Sportler aus aller Welt zur Weltmeisterschaft.

Mainz. Die Minigolfsaison 2017 ist für die Akteure des 1. MGC Mainz schon jetzt eine Spielzeit der Superlative. Nicht weniger als 23 Goldmedaillen konnten die Spielerinnen und Spieler vom Hartenberg schon einheimsen, die bislang letzte steuerte Manuel Szablikowski bei, der sich bei den World Adventure Golf Masters mit dem deutschen Team an die Spitze des Teilnehmerfeldes setzen konnte.

In dieser Woche steht nun das große Finale auf dem Programm, der absolute Saisonhöhepunkt in Form der Weltmeisterschaften. Ausgetragen wird diese WM an selber Stelle wie die Adventure Golf Masters, wobei in Nin (Kroatien) diesmal die „traditionellen" Bahnensysteme Filzgolf und MIniaturgolf gespielt werden.

Bereits seit einer Woche ist das deutsche Nationalteam vor Ort, um sich mit den beiden Anlagen vertraut zu machen. Auf dem Weg zur erhofften Titelverteidigung sowohl des Damen-, als auch des Herrenteams möchte man nichts dem Zufall überlassen. Bei der vorigen Weltmeisterschaft im finnischen Lahti holte sich das deutsche Damenteam sensationell deutlich mit über 20 Schlägen Vorsprung Gold.

Schweden auch ohne Ryner eine harte Nuss

Etwas knapper machten es die Männer, deren neun Zähler vor Schweden dennoch mehr als überzeugend waren, immerhin wurde auch dort auf Eternit- und Filzbahnen, letztere der erklärte Lieblingsbelag der Skandinavier, gespielt. Man darf davon ausgehen, dass Schweden nicht ein drittes Mal in Serie eine WM auf diesen Bahnensystemen gegen Deutschland verlieren möchte. Auch ohne Carl-Johan Ryner, den weltbesten Spieler auf Filz, dürfte das Drei-Kronen-Team eine harte Nuss darstellen, die es zu knacken gilt.

Wie vor zwei Jahren, stehen auch diesmal die beiden MGC-Cracks Sebastian Piekorz und Marcel Noack im deutschen Aufgebot. In Lahti halfen beide nicht nur beim Goldgewinn des Teams tatkräftig mit, sondern erspielten sich auch noch Doppelgold in den Einzelwertungen. Im Strokeplay, dem traditionellen Zählspiel, setzte sich Noack im Stechen am ersten Extraloch durch, Piekorz belegte schlaggleich am Ende den dritten Rang.

Persson als großer Mitfavorit

Am Schlusstag holte sich Piekorz dann „seine" Goldmedaille im Matchplay (Lochwettspiel). Beide Silbermedaillen gingen dabei an den Schweden Fredrik Persson, der sich auch in Kroatien wieder in der Mitfavoritenrolle wohlfühlen dürfte. Beim Vorbereitungsturnier auf den WM-Anlagen, den Croatian Open im Frühsommer, setzte er sich jedenfalls vor Marcel Noack an die Spitze des Klassements.

Am Mittwoch beginnen die Titelkämpfe mit einer Rekordbeteiligung von über 160 Teilnehmern, unter anderem erstmals komplette Nationalteams aus Neuseeland und Indien, die Teamentscheidungen fallen am Donnerstag. Die beiden weiteren Wettkampftage gehören dann den Einzelwertungen. Am Freitag geht es um die Strokeplay-Titel, am Samstag um die Medaillen im Matchplay.

 
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