Bundesliga | Peter H. Eisenhuth | 26.09.17

Aufsichtsrat beschließt 2+1-Lösung

Vorstand des FSV Mainz 05 wird um ein Mitglied erweitert – und das soll von außerhalb kommen.

Mainz. Mit einer solchen Entscheidung war nicht unbedingt zu rechnen: Der Aufsichtsrat des FSV Mainz 05 hat sich einhellig dafür ausgesprochen, den Vereinsvorstand um ein Mitglied zu erweitern. Das teilte der Verein am Dienstagnachmittag in einer Presseerklärung mit. Der neue Mann oder die neue Frau wird mit dem Vorstandsvorsitzenden Johannes Kaluza und Sportvorstand Rouven Schröder das künftige Führungsgremium bilden. Er oder sie soll den kaufmännischen Bereich verantworten, also die Themen Finanzen, Marketing, Organisation und Personal.

„Der Aufsichtsrat hat sich vor seiner Entscheidung intensiv mit den internen Strukturen und Arbeitsabläufen des Vereins befasst“, wird Detlev Höhne, der Vorsitzende des Gremiums zitiert. Die Geschäftsführer seien in diesen Analyseprozess einbezogen gewesen. Am Mittag wurden die 05-Mitarbeiter in einer Versammlung informiert.

Überraschend an der Entscheidung sind zwei Aspekte: Zum einen, dass der Vorstand lediglich auf drei Personen erweitert wird, von denen zwei – Schröder und das künftige Mitglied – hauptamtlich arbeiten. Allgemein war am Ende der langwierigen Diskussionen über die Strukturreform davon ausgegangen worden, der Aufsichtsrat werde drei Hauptamtliche berufen.

Und: Für die beiden Posten neben Schröder wurden die Geschäftsführer Dag Heydecker (Marketing) und Christopher Blümlein (Finanzen) gehandelt. Aufsichtsratschef Höhne hatte allerdings schon bei Amtsantritt betont, das Thema ergebnisoffen anzugehen.

Dem Vernehmen nach hat das Gremium sich zunächst mit der Frage beschäftigt, welche Strukturen der Verein benötige, losgelöst von Personen. Die Suche nach einer geeigneten Persönlichkeit mit entsprechender Berufserfahrung habe nun begonnen, heißt es in der Pressemitteilung. Das Auswahlverfahren werde von externen Experten professionell begleitet.

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