Oberliga | Peter H. Eisenhuth | 09.03.14

A-Jugend-Keeper Krause rettet den Punkt

SV Gonsenheim erkämpft beim stark verbesserten Oberliga-Schlusslicht Röchling Völklingen ein 0:0. Innenverteidiger Jan Itjeshorst scheidet mit Verdacht auf Fußbruch aus.
Zufrieden mit dem 0:0: SVG-Coach Jörg Jansohn (r.) und sein Kotrainer Babak Keyhanfar, der diesmal nicht zum Einsatz kam.
Zufrieden mit dem 0:0: SVG-Coach Jörg Jansohn (r.) und sein Kotrainer Babak Keyhanfar, der diesmal nicht zum Einsatz kam. | Foto: Archiv

Völklingen. Ein Punkt beim Tabellenletzten – das klingt nicht nach viel. Und dennoch war Jörg Jansohn vollauf zufrieden mit dem 0:0 seines SV Gonsenheim im Spiel der Fußball-Oberliga bei Röchling Völklingen.

„Ich bin zufrieden, weil es ein sehr schweres Spiel war“, sagte der SVG-Trainer, der seine Erwartungen bezüglich der Spielstärke des Gastgebers bestätigt sah. „Mit ihren Neuzugängen sind die Völklinger nicht mehr mit dem Team aus der Hinrunde zu vergleichen. Die werden noch vielen Mannschaften Punkte abnehmen.“

45 Minuten lang sahen sich die Gonsenheimer stark unter Druck gesetzt. „Auf dem für uns ungewohnt holprigen Platz und mit ihren Zuschauern im Rücken haben sie uns in die Defensive gedrängt“, berichtete Jansohn. Seine Mannschaft habe allerdings kämpferisch großartig dagegengehalten; die Völklinger kamen zwar zu etlichen Torchancen, aber nie aus dem Spiel heraus, sondern immer nur durch Standardsituationen.

Krause entschärft zahlreiche Kopfbälle

Einer geriet dabei ein ums andere Mal in den Blickpunkt: „Benjamin Krause war unser bester Mann“, lobte Jansohn seinen Torwart, der zahlreiche gefährliche Kopfbälle entschärft hatte. Da zwei etatmäßige Schlussleute fehlten, war die Wahl des Trainers auf den Keeper der A-Junioren gefallen – und Jansohn wurde für sein Vertrauen nicht enttäuscht.

Dass die Saarländer bei eigenen Ecken und Freistößen so viel Kopfballgefahr verströmten, lag auch daran, dass Jan Itjeshorst nach etwas mehr als einer halben Stunde vom Platz musste. Der Gonsenheimer Innenverteidiger hatte schon unter der Woche mit Schmerzen im Fuß trainiert, am Samstagnachmittag ging es dann nicht weiter: Verdacht auf Haarriss.

Güclü trifft nur die Latte

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich dennoch ein ganz anderes Spiel. Plötzlich wussten die Gäste, die vor dem Seitenwechsel nicht einen erwähnenswerten Angriff zustande gebracht hatten, wo das gegnerische Tor stand. Zweimal passte der Japaner Shuta Joboshi scharf in den Strafraum, zweimal verpassten die Mitspieler knapp. Arif Güclü traf einmal die Latte, ein anderes Mal schoss er aus elf Metern freistehend vorbei.

„Nach der Pause hatten wir genügend Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen“, sagte Jansohn. „Aber die Völklinger hatten immer noch den ein oder anderen Standard, der uns das Genick hätte brechen können.“ Insofern sah der SVG-Coach keinen Grund, mit dem Resultat zu hadern. Im Gegenteil: Seinen Akteuren sprach er sowohl für die spielerische Steigerung nach der Pause als auch für den Kampfgeist über 90 Minuten gegen einen körperlich überlegenen Gegner ein großes Lob aus.

Krause - Sari, Itjeshorst (36. Vladic), Ritter, Inoue - Pennella, Ekiz, Wilhelm, Bektasevic - Güclü, Joboshi (65. Petreski).

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