Verbandsliga | Peter H. Eisenhuth | 19.03.2017

Sonntagsschuss trifft ins Mark

Fortuna Mombach unterliegt bei Tabelleführer FV Dudenhofen nach langer Gegenwehr mit 0:3.

Dudenhofen. 77 Minuten lang durften sie darauf hoffen, beim Tabellenführer einen Punkt mitzunehmen. Dann traf ein Sonntagsschuss von Julian Scharfenberger die Verbandsliga-Fußballer von Fortuna Mombach ins Mark. „Danach war unsere Moral unten“, räumte Daniel Kittl ein. Zwei weitere Treffer folgten, und mit der 0:3-Niederlage beim FV Dudenhofen rutschten die Mainzer auf den vorletzten Tabellenplatz zurück, weil der Ludwigshafener SC nach einem Sieg in Bad Kreuznach vorbeizog.

Kittl hatte seine Mannschaft nach der Heimniederlage mit gleichem Ergebnis gegen Alemannia Waldalgesheim auf vier Positionen umgestellt. Winterneuzugang Nick Debus gab sein Debüt in der Anfangsformation, außerdem rutschte Landry Mben in die Abwehrkette, und auf den Außenbahnen des Mittelfeldes begannen Raku Kikuchi und Jonathan Toast. Auch taktisch hatte der Coach Veränderungen vorgenommen; um die Defensive zu stärken, entschied er sich für eine 5-4-1-Formation mit Marvin Georg als einziger Spitze.

Neue Leute rechtfertigen Aufstellung

Mit den Leistungen seiner Akteure war der Coach auch vollauf zufrieden. „Wir haben hinten sehr gut gestanden, und die neuen Leute haben alle einen starken Eindruck hinterlassen“, berichtete Kittl. Daraus könne die Mannschaft zumindest die Gewissheit ziehen, dass, „wenn wir konsequent verteidigen, der Gegner ist schwer hat, Tore zu schießen“. Dass es nicht gelungen war, dem Spitzenreiter auch in den letzten zwölf Minuten erfolgreich Paroli zu bieten, bedauerte der Coach. „Die Jungs hatten sich mit ihrem Kampfgeist und ihrem Einsatzwillen eigentlich einen Punkt verdient. Aber wenn du bei der besten Mannschaft der Liga spielst, dann musst du eben auch damit leben, dass die Tore macht, die dir selbst nicht gelingen.“

Andernfalls hätte womöglich Kevin Frey schon kurz nach dem Rückstand den Ausgleich erzielt; tatsächlich aber scheiterte der Mittelfeldmann knapp mit seinem Schuss aus 16 Metern. Vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit sowie in der ersten Minute der Nachspielzeit musste Torwart Kay Schotte sich ein zweites und drittes Mal geschlagen geben.

Noch fünfmal zu Hause

Nur noch acht Spiele sind es, in denen die Fortuna Punkte für den Klassenverbleib sammeln und Plätze gutmachen kann. Auch wenn es von Woche zu Woche schwieriger wird, sich nach vorne zu arbeiten: Die Hoffnung aufgeben wollen die Mombacher Verantwortlichen nicht. „Wir haben jetzt zwei Heimspiele hintereinander und spielen insgesamt noch fünfmal zu Hause“, sagt Daniel Kittl. „Und es geht noch gegen fast alle Mannschaften, die sich tabellarisch in unserer Nachbarschaft befinden.“

 

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